Edmond Malinvaud

Gérard Debreu (links), Yves Balasko (Mitte) und Edmond Malinvaud (rechts)

Edmond Camille Malinvaud (* 25. April 1923 in Limoges; † 7. März 2015 in Paris) war ein französischer Ökonom.

Leben

Edmond Malinvaud wurde als Sohn des Anwalts Auguste Malinvaud und dessen Frau Andrée, geb. Ballet geboren. Er besuchte das Gay-Lussac-Gymnasium in Limoges und das Lycée du Parc in Lyon. Anschließend studierte er Volkswirtschaftslehre, Mathematik und Statistik in Paris an der École polytechnique (Diplom 1946) und an der École nationale de la statistique et de l’administration économique (ENSAE) (Diplom 1948). Dann ging er an das Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE), dessen Generalinspektor er von 1966 bis 1974 und dessen Generaldirektor er von 1974 bis 1987 war. Von 1950 bis 1951 ermöglichte ihm die Rockefeller-Stiftung einen Aufenthalt in der Cowles Commission for Research in Economics an der University of Chicago. Von 1957 bis 1993 war er Studiendirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales und 1962 bis 1966 Direktor der ENSAE. Gastprofessuren führten ihn 1961 und 1967 an die University of California, Berkeley und 1969 bis 1972 an die Sorbonne. Von 1972 bis 1974 war er Direktor der Vorhersageabteilung des französischen Wirtschafts- und Finanzministeriums. Nachdem er 1987 von der INSEE verabschiedet worden war, war er von 1988 bis 1993 Professor für Wirtschaftsanalyse am Collège de France.

Malinvaud ist seit dem 13. September 1952 mit Elisabeth Compagnon verheiratet und hat die Töchter Cécile und Catherine.

Wirken

Malinvaud arbeitet „auf dem Gebiet der mathematischen und angewandten Mikro- und Makrotheorie, der Ökonometrie und Statistik in Verbindung mit der praktisch-politischen Umsetzung in leitender Position auf höchster Ebene. Seine bahnbrechenden Leistungen zur Synthese von Keynesianismus und Neoklassik, zur Erklärung von Arbeitslosigkeit bei starren Preisen, zur Entwicklung der Ungleichgewichtstheorie und zu statistisch-ökonometrischen Schätzmethoden sind ebenso hervorzuheben wie sein stetes Bemühen um die realitätsbezogene Anwendung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse.“

Preise

Ehrungen und Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Werke

Veröffentlichungen

Malinvaud veröffentlichte mehr als 300 Artikel, darunter:

Bücher

Literatur

Commons: Edmond Malinvaud – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ L’économiste Edmond Malinvaud est décédé.
  2. ↑ aus der Begründung zur Verleihung des H.-C.-Recktenwald-Preises für Nationalökonomie. Abgedruckt in: H.-C.-Recktenwald-Preis für Nationalökonomie. Erstmalige Verleihung an Professor Dr. Drs. h. c. Edmond C. Malinvaud am 17. November 1995. Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg. Erlangen, [1996], ISBN 3-9804838-0-0.
  3. ↑ Bundespräsidialamt
  4. ↑ American Academy of Arts and Sciences. Book of Members (PDF). Abgerufen am 6. April 2016
  5. ↑ Eintrag auf der Internetseite der Academia Europaea
  6. ↑ Accademici: Edmond Malinvaud. Accademia Nazionale dei Lincei, abgerufen am 19. Juli 2026 (italienisch).
Personendaten
NAME Malinvaud, Edmond
ALTERNATIVNAMEN Malinvaud, Edmond Camille (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG französischer Wirtschaftswissenschaftler
GEBURTSDATUM 25. April 1923
GEBURTSORT Limoges
STERBEDATUM 7. März 2015
STERBEORT Paris