Edmund Hess

Edmund Hess
Illustrationen nicht-konvexer Varianten des Rhombentriakontaeders (1878)

Adolf Edmund Hess (* 17. Februar 1843 in Marburg; † 24. Dezember 1903 ebenda) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Polytopen befasste.

Leben

Als Sohn des Apothekers Christian Hess machte Hess 1860 in Marburg das Abitur. Als Student an der Philipps-Universität Marburg wurde er im Corps Teutonia Marburg aktiv. Als Inaktiver wechselte er an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1864 wurde er in Marburg zum Dr. phil. promoviert. Als Assistent am Physikalischen Institut habilitierte er sich zwei Jahre später. 1879 wurde er zum a.o. Professor, 1892 zum o. Professor ernannt.

Er veröffentlichte eine Reihe von Arbeiten über regelmäßige Polytope und entdeckte einige neue. Er listete die 10 regelmäßigen Sternkörper auf. Neue darunter waren unter anderem die Durchdringung von zehn Tetraedern, Durchdringung von fünf Tetraedern, Durchdringung von fünf Würfeln, Durchdringung von fünf Oktaedern. Er gab die Krystallometrie von Johann Friedrich Christian Hessel 1897 für Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften heraus.

Verheiratet war er seit 1875 mit Luise geb. Wagner aus Marburg. Mit ihr hatte er zwei Kinder.

Ehrungen

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ siehe Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAMR), Best. 915 Nr. 5692, S. 484 (Digitalisat).
  2. ↑ Kösener Korps-Listen 1910, 166/393.
  3. ↑ Dissertation: Ueber den Ausfluss der Luft aus engen Oeffnungen.
  4. ↑ Edmund Hess im Mathematics Genealogy Project (englisch)
  5. 1 2 3 H. E. de Wyl (Hg.): Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825–2000 (= Mitgliederverzeichnis)
Personendaten
NAME Hess, Edmund
ALTERNATIVNAMEN Hess, Adolph Edmund (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mathematiker
GEBURTSDATUM 17. Februar 1843
GEBURTSORT Marburg
STERBEDATUM 24. Dezember 1903
STERBEORT Marburg