
Edouard Pichon (* 24. Juni 1890 in Sarcelles; † 20. Januar 1940 in Paris) war ein französischer Psychoanalytiker, Romanist und Grammatiker.
Jean-Baptiste Edouard Pichon promovierte in der Medizin mit der Thèse Le Rhumatisme cardiaque évolutif et son traitement, Paris 1924. Er war Gründungsmitglied und 1939 Präsident der Französischen Gesellschaft für Psychoanalyse und von Beruf Arzt und Psychiater. Pichon war der Schwiegersohn von Pierre Janet. Weltanschaulich gehörte er zum Kreis um Charles Maurras und zur Action Française.
Zusammen mit seinem Onkel Jacques Damourette (1873–1943) begann er 1911 mit 21 Jahren als sprachwissenschaftlicher Laie die größte je verfasste französische Grammatik, die bis 1956 in sieben Bänden und einem Indexband auf 4549 Seiten unter dem Titel Des mots à la pensée. Essai de grammaire de la langue française (Paris 1927, 1930, 1931, 1933, 1934, 1936, 1949, 1952, 1956; 8 Bde. Paris 1968-1983) erschien. Ihr Wert liegt in der großen Zahl analysierter Beispiele aus allen Jahrhunderten und Stilebenen, einschließlich der zeitgenössischen Sprechsprache, wird aber geschmälert durch eine von den Verfassern neu geschmiedete esoterische Terminologie, in die der Benutzer sich erst einarbeiten muss.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pichon, Edouard |
| ALTERNATIVNAMEN | Pichon Jean-Baptiste Edouard |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Psychoanalytiker, Romanist und Grammatiker |
| GEBURTSDATUM | 24. Juni 1890 |
| GEBURTSORT | Sarcelles |
| STERBEDATUM | 20. Januar 1940 |
| STERBEORT | Paris |