
Johannes Edvard Lehmann (* 19. August 1862 in Kopenhagen; † 23. März 1930 ebenda) war ein dänischer Religionshistoriker.

Lehmann stammte aus einer deutschstämmigen Gelehrten- und Beamtendynastie. Er war ein Sohn des Arztes Heinrich Lehmann (1815–1890) und Neffe von Orla Lehmann. Sein eigener Sohn war der Chemiker Jörgen Lehmann.
Von 1880 bis 1886 studierte Lehmann Evangelische Theologie an der Universität Kopenhagen, zeitweise auch an der Universität Lund. Anschließend arbeitete er als Lehrer in Kopenhagen und Kalundborg. Von 1892 bis 1897 konnte er mit Hilfe eines Stipendiums an Universitäten in Deutschland, den Niederlanden, England, Frankreich und Italien studieren. Als Schüler von Pierre Daniel Chantepie de la Saussaye verfasste er einige Abschnitte für dessen Lehrbuch der Religionsgeschichte (2. Aufl. 1897). 1896 mit einer in Kopenhagen eingereichten Arbeit über Forholdet mellem Religion og Kultur i Avesta zum Dr. phil. promoviert, erhielt er 1900 die erste in Dänemark eingerichtete Dozentur für Religionsgeschichte.
1910 wurde Lehmann zum Professor für Religionsgeschichte und Religionsphilosophie an die Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin berufen und erwarb im selben Jahr an der Universität Leiden den Grad des Dr. theol. Schon 1913 wechselte er aber auf die Professur für theologische Enzyklopädie an der Universität Lund. Auch hier beschäftigte er sich überwiegend mit Religionsgeschichte. Nach der Emeritierung 1927 kehrte er nach Dänemark zurück.
Lehmann schrieb und veröffentlichte überwiegend in Dänisch und Schwedisch, aber auch in Deutsch:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lehmann, Edvard |
| ALTERNATIVNAMEN | Lehmann, Johannes Edvard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Religionshistoriker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 19. August 1862 |
| GEBURTSORT | Kopenhagen |
| STERBEDATUM | 23. März 1930 |
| STERBEORT | Kopenhagen |