Edzard Seeger (* 26. März 1911 in Göttingen; † 26. Mai 1990 in München) war ein deutscher Maler, Glasmaler, Grafiker und Mosaizist, dessen Schaffen insbesondere von christlicher Kunst geprägt war. Seine Arbeiten reichten von Glas- und Wandmalerei über Mosaike, Metallarbeiten und Sgraffiti bis hin zu Kirchenausstattungen und grafischen Werken.
Edzard Seeger studierte von 1930 bis 1933 an der Werkkunstschule Wuppertal bei den Professoren Hans Schreiber und Gustav Wiethüchter. Ab 1933 war er freischaffend in Köln tätig, wo er ein gemeinsames Atelier mit der Grafikerin Annelise Gorissen führte, die später seine Ehefrau wurde. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Soldat und geriet in französische Gefangenschaft.
Nach dem Krieg war Edzard Seeger 1946/47 Dozent für Kunst im Priesterseminar hinter Stacheldraht in Chartres. In den Nachkriegsjahren arbeitete er in Beuron, Tuttlingen und Freiburg im Breisgau, wo er Mitglied der Gemeinschaft Christlicher Künstler der Erzdiözese Freiburg war. Ab 1961 lebte und wirkte er in München.
Edzard Seegers Werk war thematisch stark von christlicher Spiritualität geprägt. Ein zentrales Motiv war die Dreigliederung von Schöpfung, Erlösung und Vollendung. Charakteristisch für seinen Stil waren eine zeichenhafte Formensprache und eine zurückhaltende Farbgebung, die die Konzentration auf das Wesentliche fördern sollten. Seegers Werke sind bis heute in zahlreichen Kirchen erhalten und prägten die Nachkriegskunst im sakralen Bereich mit. Seine klare, oft symbolische Gestaltung verband traditionelle christliche Ikonografie mit moderner künstlerischer Sprache.
| Personendaten | |
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| NAME | Seeger, Edzard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler, Kunstmaler, Glasmaler, Grafiker und Mosaizist |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1911 |
| GEBURTSORT | Göttingen |
| STERBEDATUM | 26. Mai 1990 |
| STERBEORT | München |