Neubauer heiratete die Malerin Sigrid Kopfermann, mit der er 1945 am Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Rote Armee bereits Berlin besetzt hatte, gemeinsam mit Bernhard Dörries über Langenholtensen
schließlich bis in die durch die Luftangriffe auf Hannover zu 48% zerstörten nachmaligen Landeshauptstadt Niedersachsen floh, in der Neubauer bereits im Jahr 1949 als einer der ersten mit dem Kunstpreis der Stadt Hannover ausgezeichnet wurde. Sein um 1950 entstandenes Ölgemälde Sombra (Umbra) versah er rückwärtig unter anderem mit der Adress-Angabe Podbielski-Str. 114 B.
Mit seiner Ehefrau bekam Neubauer einen Sohn; das Paar trennte sich jedoch später.
Trotz seiner Tätigkeit in Spanien beschickte Neubauer seit 1955 die Ausstellung Farbige Graphik der Kestner-Gesellschaft und trat im Folgejahr 1956 dem Deutschen Künstlerbund bei.
Nach der Auflösung der spanischen Künstlervereinigung im Jahr 1964 ging Neubauer zurück nach Hannover, wo er um 1965 die Rückwand der von dem Architekten Stefan Schwerdtfeger errichteten Volksschule Marienwerder gestaltete (siehe im Abschnitt Werke).
1981 stellte der Kunstverein Hannover in einem Bernhard Dörries gewidmeten Exkurs Arbeiten einiger seiner Schüler vor, darunter auch Werke von Egon Neubauer.
1950: Wandmalerei in der Eingangshalle des damaligen Goseriedebades
um 1965: Gestaltung der Rückwand der Volksschule Marienwerder, Hannover-Marienwerder, „konstruktiv abstrakt“ ein Dorf darstellend
Schriften
Egon Neubauer: Hannoverscher Klassizismus. Laves-Studien, Begleitschrift mit 46 ungezählten, zum Teil farbigen Blättern, zu der vom Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover in der Orangerie Herrenhausen veranstalteten Ausstellung vom 21. September bis 26. Oktober 1980. Kulturamt, Hannover, 1980
Literatur
Neubauer, Egon. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts.Band6, Nachträge H–Z. E. A. Seemann, Leipzig 1962, S.299 (Textarchiv– Internet Archive– Leseprobe).
Rudolf Lange: Für eine Zukunft mit Tradition. Zum Tode des Malers Egon Neubauer. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung 7. Mai 1991, S. 8.
12345Ingolf Scola: Valero (in französischer Sprache), dans Voldemar Boberman (1897-1987): Un peintre dans les turbulences du XXème siècle. Moscou – Berlin – Paris – Ibiza. Préface de Sophie Krebs (Paris) et Juan Manuel Bonet (Paris). Biographie. Postface de Felipe Cirer Costa (Ibiza), Traduction de la première édition du texte espagnol en français par Philippe Demerson (Valencia), Paris: Societé des Écrivain, 2015, S. 224–225; préface
12Volker Bauermeister: Kunstkalender: Bernhard Dörries. In: Die Zeit, Ausgabe Nr. 30/1981 vom 17. Juli 1981; online auf der Seite zeit.de
↑Willi Kemp, Sylvia Martin, Stephan von Wiese et al.: Die Sammlung Ingrid und Willi Kemp, Teil 1: Fokus Farbe: informel - konkret - figurativ, Katalog und Begleitschrift zur Ausstellung in der Stiftung Museum Kunst-Palast in der Kunsthalle Düsseldorf vom 2. Februar bis 1. April 2001, Düsseldorf: Museum Kunst-Palast, 2001, ISBN 978-3-00-007371-7 und ISBN 3-00-007371-X, S. 162
↑Hiltrud Schroeder: Kopfermann, Sigrid, Malerin, in dies.: Sophie & Co. Bedeutende Frauen Hannovers. Biographische Portraits, Fackelträger, Hannover 1991, ISBN 3-7716-1521-6, S. 243.
123Katrin Sello (Red.): 71. Herbstausstellung Niedersächsischer Künstler, Begleitschrift zur Ausstellung vom 1. Dezember 1984 bis 20. Januar 1985 im Kunstverein Hannover, Hannover: Kunstverein, 1984, S. 1918; Google Books.
12Dagmar Albrecht (Hrsg.): Das Schulgebäude, in dies.: Heute in Marienwerder. Ein Stadtteilbuch über verschiedene Leute, historische Sehenswürdigkeiten, Umwelt und Natur, Hannover-Marienwerder, Westermannweg 22: D. Albrecht, 1992, S. 18f.