| Ehre der Samurai | |
|---|---|
| Daten zum Spiel | |
| Autor | Scott Kimball |
| Grafik | Alexander Farquharson, Barbara Spelger |
| Verlag | Amigo |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Art | Kartenspiel |
| Spieler | 3 bis 6 |
| Dauer | ca. 60 Minuten |
| Alter | ab 12 Jahren |
Bei der Ehre der Samurai handelt es sich um ein Kartenspiel, in dem die Spieler in die Rollen von Samurai des 15. Jahrhunderts schlüpfen. Jeder Samurai dient einem ehrenwerten Daimyo und versucht selbst Ehre zu sammeln, welche im Spiel als Siegpunkte zählt. Dies erreicht er zum Beispiel, indem er eine Okugata (ehrenwerte Gemahlin) heiratet, ein wertvolles Schwert oder eine mächtige Burg besitzt oder seinem Daimyo dazu verhilft, Shogun zu werden und zu bleiben. In Acht nehmen muss er sich vor Dieben, Attentätern und Gesichtsverlust. Das Spiel endet, wenn es ein Spieler schafft, 400 oder mehr Ehrenpunkte zu sammeln.
Das Spiel funktioniert rundenbasiert, wobei jeder Spieler während seines Zuges drei Phasen auszuführen hat. Jeder Spieler besitzt zu Beginn zwei übereinanderliegende Häuser: das Samurai-Haus sowie das Daimyo-Haus.
Abgesehen von den Aktionskarten besitzt jede Karte 3 Werte:
| Spielkarte | Anzahl | Bedeutung | Ehre | Ki | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|
| Samurai/Ronin | 6 | Grundkarte, besitzt der Spieler keinen Daimyo, so wird diese Karte auf die Seite Ronin gedreht | 0 | 6 | 0 |
| Start-Daimyo | 3/3 | Grundkarte zum Besitzen eines Daimyo-Hauses, mit diesem Daimyo startet ein Spieler | 5/10 | 0 | 1/2 |
| Daimyo | 1/1/1/1 | Grundkarte zum Besitzen eines Daimyo-Hauses, mit diesem Daimyo startet ein Spieler | 10/15/20/30 | 0/2/1/1 | 4/3/5/4 |
| No-Dachi der Ahnen | 1 | Besitztum (Schwert) | 5 | 1 | 3 |
| Daisho der Ahnen | 1 | Besitztum (Schwert) | 10 | 1 | 1 |
| Schmied Masamune | 1 | Besitztum | 10 | 1 | 4 |
| Noh Theater | 1 | Besitztum | 20 | 3 | 0 |
| Schusswaffen | 1 | Besitztum | -20 | -2 | 6 |
| Krieger | 13/16/9/7 | Besitztum – nur fünf Krieger pro Haus | 0/0/0/0 | 0/0/1/0 | 1/2/1/3 |
| Okugata | 4/5 | ehrenwerte Frau – nur eine Okugata pro Haus | 5/10 | 4/3 | 0/0 |
| Burg Odawara | 1 | nur eine Burg pro Daimyo-Haus, die Stärke der Burg dient nur der Verteidigung | 5 | 0 | 3 |
| Burg Osaka | 1 | nur eine Burg pro Daimyo-Haus, die Stärke der Burg dient nur der Verteidigung | 10 | 1 | 4 |
| Burg Himeji | 1 | nur eine Burg pro Daimyo-Haus, die Stärke der Burg dient nur der Verteidigung | 15 | 2 | 5 |
| Leibwache | 5 | Beschützt ein Haus einmal vor einem Attentäter, der vier oder weniger würfelt. Danach kommt diese Karte immer auf den Ablagestapel. | 0 | 0 | 0 |
| Entehrung | 4 | Ein Gegner verliert 75 Ehrenpunkte oder begeht Seppuku. Gilt als zwei Kartenaktionen | |||
| Gesicht wahren | 9 | Nach einer Niederlage im Kampf wird das Daimyo-Haus nicht abgelegt oder der Ehrverlust durch Entehrung wird auf 30 Ehrenpunkte vermindert. Gilt nicht als Kartenaktion. Der Shogun kann die Karte nicht nutzen. Zu jeder Zeit spielbar. | |||
| Ninja Dieb | 3 | Stiehlt ein Besitztum aus einem beliebigen Haus. Der Benutzer verliert 15 Ehrenpunkte. | |||
| Elite Ninja Dieb | 5 | Stiehlt zwei Besitztümer aus einem oder zwei beliebigen Häusern. Der Benutzer verliert 25 Ehrenpunkte. | |||
| Ninja Attentäter | 5 | Besiegt einen Daimyo oder Samurai mit einem Würfelwurf von drei oder mehr. Der Benutzer verliert 25 Ehrenpunkte. | |||
| Shogun | 1 | Shogun per kaiserlichem Dekret. Sonderkarte, Beschreibung siehe unten. | Ehre: 50 (3 Spieler), 75 (4 Spieler), 100 (5 Spieler), 150 (6 Spieler) | ||
Zu Beginn bekommen die Spieler einen Start-Daimyo und einen Samurai, danach werden sämtliche Karten mit Ausnahme der restlichen Samurai und des Shoguns gemischt. Dieser wird in der Mitte bereitgelegt.
Besitzt ein Spieler einen Samurai, so darf er sich Ehrenpunkte nehmen. Besitzt er selbst einen Daimyo, so addiert er seine eigenen Ehrenpunkte zusammen und erhält dementsprechend Ehre. Ist er mit einem fremden Daimyo verbündet, so addiert er seine Ehrenpunkte mit denen des verbündeten Daimyo-Hauses zusammen, teilt diese Zahl durch zwei und nimmt sich – aufgerundet – entsprechende Ehrenpunkte. Vergisst ein Spieler Phase 1, so bekommt er in diesem Zug keine Ehrenpunkte.
In dieser Phase kann der Spieler eine Erklärung abgeben, wobei folgende Erklärungen potenziell möglich sind:
Außerdem muss der Spieler Kartenaktionen durchführen. Um die Anzahl seiner Kartenaktionen herauszubekommen, addiert er die Ki-Werte seiner ausgespielten Karten zusammen und teilt diese durch 3 (abrunden). Bekommt der Spieler während des Zuges mehr Ki, so darf er eine eventuell gewonnene Kartenaktion sofort ausführen. Maximal möglich sind jedoch fünf Kartenaktionen. Als Kartenaktionen gelten:
Am Ende seines Zuges muss der Spieler bekannt geben, dass er den Zug beendet hat. Sein linker Nachbar ist nun an der Reihe.
Das Spiel wurde aufgrund der komplexen Anleitung nicht gut aufgenommen. Ein weiterer Mängelpunkt ist, dass die Glückskomponente durch das Würfeln und Kartenziehen zu hoch ist, um wirklich Strategien zu entwickeln.
http://www.hall9000.de/frames/rezi.html?/rubriken/spiele/rezensionen/kritiken/ehre_der_samurai.htm