Eiercreme

Mit Eiercreme (auch Eierkrem) beschreibt man in der Küche verschiedene Zubereitungen mit Eiern, wenn die namens- und geschmacksgebende Zutat in einer sensorisch deutlich wahrnehmbaren Menge enthalten ist, zum Beispiel in Buttercreme oder in Füllungen wie für die Eierschecke. Laut den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs für feine Backwaren müssen Eiercremes mindestens 15 Prozent Vollei enthalten.

Der englische Küchenbegriff Custard kann je nach Zubereitung sowohl einen Vanillepudding (Milch und Eier) als auch ein Flammeri (Milch und Maisstärke) beschreiben.

Als Eiercreme werden auch herzhafte Zubereitungen der kalten Küche bezeichnet, beispielsweise für gefüllte Eier.

Nach der Spirituosenverordnung darf für Eierlikör die Bezeichnung Eiercreme gewählt werden, wenn er einen Mindestzuckergehalt von 250 g/l aufweist.

Einzelnachweise

  1. ↑ Technologie der Backwarenherstellung. 11. Auflage. Fachbuchverlag Pfanneberg GmbH & Co. KG, Haan, ISBN 978-3-8057-0761-9, S. 23 (europa-lehrmittel.de [PDF; abgerufen am 29. August 2019]).
  2. ↑ Eierschecke. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2019; abgerufen am 30. August 2019 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ Leitsätze 2016 - Deutsches Lebensmittelbuch: Erarbeitet und beschlossen von der Deutschen Lebensmittelbuchkommission beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Behr’s Verlag DE, 2016, ISBN 978-3-95468-446-5, S. 50 (google.de [abgerufen am 30. August 2019]).
  4. ↑ custard | übersetzen Englisch-Deutsch: Cambridge Wörterbuch. Abgerufen am 1. September 2019.
  5. ↑ Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 260.
  6. ↑ Russische Eier. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2019; abgerufen am 30. August 2019 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. ↑ Szameitat, Hans.: Die kalte Küche. 10. Auflage. Pfanneberg, Haan-Gruiten 2005, ISBN 3-8057-0487-9, S. 192 (europa-lehrmittel.de [PDF; abgerufen am 30. August 2019]).
  8. ↑ Schutzverband der Spirituosen-Industrie e.V. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. August 2019. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  9. ↑ J. Schormüller: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-65778-8 (google.de [abgerufen am 31. August 2019]).