
Eine Einbrennsuppe (mundartlich vorwiegend Brennsuppe) ist eine braune Mehlsuppe, die mit Einbrenn zubereitet wird, und ist vor allem in der österreichischen Küche bekannt.
Früher waren Einbrennsuppen eine billige Hausmannskost, heute selten anzutreffen. Die Kochbuchautorin Louise Seleskowitz nannte sie Arme-Leute-Suppe (französisch „soupe des pauvres gens“) und dass sie ein schönes braunes Aussehen habe müsse.
Einbrennsuppen spielten in der traditionellen bäuerlichen Kost eine wichtige Rolle und waren nicht nur billig mit wenigen Zutaten zu bereiten, sondern auch bekömmlich, weshalb sie auch in der Armen-, Kranken- und Kinderkost, sowie in Kriegs- und Nachkriegsjahre gekocht wurden. In der Morgenkost hatte die einfache Brennsuppe besondere Schwerpunkte im mittleren und südlichen Teil des Burgenland, im südlichen Kärnten sowie in Tirol und in der westlichen Landeshälfte von Vorarlberg.
Die Einbrennsuppe wird aus Einbrenn (Brennach) und Wasser bereitet, die verwendeten Mehle sind Weizen-, Gersten-, Hafer- und Roggenmehl, aber auch Türken, und je nach der verwendeten Mehlart wird die Suppe benannt (Türkensuppe, Gerstensuppe, Hafersuppe usw.) Als Gewürze verwendet man Lorbeerblatt, Majoran, Thymian, Zwiebel oder Kümmel, was dann eine Kümmelsuppe ergibt.
Als Fett für die Einbrenn kommen Schweineschmalz, Butterschmalz, Butter oder Rindsfett zum Einsatz. Das Mehl wird im Fett dunkelbraun eingebrannt, mit Wasser (oder Brühe) aufgegossen, gesalzen und gekocht; als Einlage können Kartoffelwürfel gekocht oder Schwarzbrotschnitte im Kochwasser sieden gelassen und mit der Einbrenn gebunden werden.
Die Brotsuppe bildet eine Gruppe für sich und hat nichts mit den eingebrannten Suppen zu tun. Regional wird eine Milchsuppe auch Milchbrennsuppe oder einfach Brennsuppe bezeichnet, obwohl diese nicht eingebrannt werden.