Die Einstein-Infeld-Hoffmann-Gleichung ist eine Bewegungsgleichung, die gemeinsam von Albert Einstein, Leopold Infeld und Banesh Hoffmann entwickelt wurde.
Es ist eine Differentialgleichung, die die Kinetik eines Systems aus punktförmigen Massen unter gegenseitiger Gravitationsanziehung
näherungsweise unter Berücksichtigung von allgemein-relativistischen Effekten beschreibt.
Sie benutzt eine post-newtonsche Erweiterung erster Ordnung und ist damit in Bereichen gültig, in denen die Geschwindigkeiten der Massen klein im Vergleich zu der Lichtgeschwindigkeit und die Gravitationsfelder, die auf sie wirken, entsprechend schwach sind.
Für ein System aus
Massen, die durch die Indizes
bezeichnet werden,
ist der baryzentrische Beschleunigungsvekter des Körpers
gegeben durch:
![{\displaystyle {\begin{aligned}{\vec {a}}_{A}&=\sum _{B\not =A}{\frac {Gm_{B}{\vec {n}}_{BA}}{r_{AB}^{2}}}\\&\quad +{\frac {1}{c^{2}}}\sum _{B\not =A}{\frac {Gm_{B}{\vec {n}}_{BA}}{r_{AB}^{2}}}\left[v_{A}^{2}+2v_{B}^{2}-4({\vec {v}}_{A}\cdot {\vec {v}}_{B})-{\frac {3}{2}}({\vec {n}}_{AB}\cdot {\vec {v}}_{B})^{2}\right.\\&\qquad \left.-4\sum _{C\not =A}{\frac {Gm_{C}}{r_{AC}}}-\sum _{C\not =B}{\frac {Gm_{C}}{r_{BC}}}+{\frac {1}{2}}(({\vec {x}}_{B}-{\vec {x}}_{A})\cdot {\vec {a}}_{B})\right]\\&\quad +{\frac {1}{c^{2}}}\sum _{B\not =A}{\frac {Gm_{B}}{r_{AB}^{2}}}\left[{\vec {n}}_{AB}\cdot (4{\vec {v}}_{A}-3{\vec {v}}_{B})\right]({\vec {v}}_{A}-{\vec {v}}_{B})\\&\quad +{\frac {7}{2c^{2}}}\sum _{B\not =A}{\frac {Gm_{B}{\vec {a}}_{B}}{r_{AB}}}\end{aligned}}}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/fa07f96869c2fa6b58d751865b227ba0a66e6fb6)
Dabei gilt:
ist der baryzentrische Ortsvektor des Körpers 
ist der baryzentrische Geschwindigkeitsvektor des Körpers 
ist der baryzentrische Beschleunigungsvektor des Körpers 
ist der metrische Abstand der Körper
und 
ist der Einheitsvektor, der von Körper
auf Körper
zeigt
ist die Masse des Körpers
.
ist die Lichtgeschwindigkeit
ist die Gravitationskonstante.
Der erste Term auf der rechten Seite entspricht der newtonschen Gravitationsbeschleunigung auf
.
Im Grenzwert
erhält man die newtonsche Bewegungsgleichung.
Die Beschleunigung eines bestimmten Körpers hängt von den Beschleunigungen aller anderen Körper ab.
Da der Beschleunigungsvektor auf beiden Seiten der Gleichung auftaucht, muss das Gleichungssystem iterativ gelöst werden.
In der Praxis genügt jedoch die newtonsche Bewegungsgleichung, um genügend Genauigkeit zu erreichen.