Glaziologische und ozeanographische Prozesse an der antarktischen Küste mit einer Eiskuppel in einem SchelfeisKarte der Eiskuppeln und Eishöcker in der Antarktis
Eine Eiskuppel (englischice rise) ist eine auf einem Fels ruhende Eismasse, die entweder ganz von einem Schelfeis umgeben ist, oder teilweise von einem Schelfeis und teilweise vom offenen Meer oder eisfreien Land. Der Untergrund kann dabei vollständig unter dem Meeresspiegel liegen. Kein Fels liegt an der Oberfläche bloß. Eine Eiskuppel bildet sich, wo das schwimmende und meerwärts fließende Schelfeis durch eine felsige Erhebung am Meeresboden behindert wird. Sie speist sich meist aus lokal anfallenden Niederschlägen. Der Fluss des Eises ist – unabhängig von der Fließrichtung des Schelfeises – radial nach außen gerichtet.
Eiskuppeln kommen vor allem in den Schelfeisgebieten der Antarktis vor, besonders im Ronne-Schelfeis. Die größeren davon erreichen Größen von 50km mal 200km oder 10.000km². Die größte Eiskuppel ist die Berkner-Insel, die trotz ihres Namens keine Insel ist, mit einer Größe von 145km mal 372km.
Bernadette Hince:The Antarctic Dictionary. A Complete Guide to Antarctic English. Csiro Publishing, 2000, ISBN 0-9577471-1-X, S.184 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
Kenichi Matsuoka et al.:Antarctic ice rises and rumples: Their properties and significance for ice-sheet dynamics and evolution. In: Earth-Science Reviews. Band150, 2015, S.724–745, doi:10.1016/j.earscirev.2015.09.004 (englisch).