Ekaterina Isachenko

Ekaterina Isachenko (* 1981 in Murmansk) ist eine russische Opernsängerin im Stimmfach lyrischer Sopran. Sie war festes Ensemblemitglied am Theater Kiel und gastiert überwiegend in Deutschland sowie im französischsprachigen Raum.

Ausbildung

Ekaterina Isachenko studierte zunächst Klavier und Chorleitung in Murmansk, im Anschluss Operngesang am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie noch während des Studiums als Gräfin Almaviva in Figaros Hochzeit sowie als Tatjana in Eugen Onegin am Rimski-Korsakow-Theater. Ihr Aufbaustudium Operngesang schloss sie an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Professorin Maria Venuti ab, zugleich sang sie die weibliche Titelpartie in Debussys Pelléas et Mélisande am Staatstheater Karlsruhe.

Karriere

Ihr Deutschlanddebüt erfolgte 2009 an der Oper Kiel in der Rolle der Lisa in Tschaikowskis Pique Dame. Dies brachte ihr eine Nominierung als Sängerin des Jahres für das Opernwelt-Jahrbuch 2009 durch Deutschlandradio Kultur ein. 2010 debütierte sie in derselben Rolle an der Komischen Oper Berlin, außerdem als Micaëla in Carmen an der Opera Catalunya in Spanien. Ebenfalls 2010 sang sie die Erste Dienerin in Cherubinis Médée am Pariser Théâtre des Champs-Élysées.

In den folgenden Jahren blieb sie dem Theater Kiel eng verbunden, kehrte wiederholt als Gast zurück, z. B. 2012 als Massenets Manon, und gehörte zwischen 2013 und 2015 zum festen Ensemble. Im Rahmen der Kieler Woche sang sie 2011 ein Rock-Meets-Classic-Open-Air-Konzert mit der Rockband Barclay James Harvest. Weitere Engagements führten sie nach Karlsruhe, wo sie als Vrenchen in Romeo und Julia auf dem Dorfe von Frederick Delius sowie erneut als Micaëla in Carmen auftrat. In der Saison 2011/12 war sie im Rahmen der Nachwuchsreihe „Podium der Jungen“ mit dem NDR Sinfonieorchester zu hören, unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, im Liebermann-Saal Hamburg, am Théâtre La Monnaie Brüssel sowie an der Oper Bonn. In München sang sie 2021 in Richard Wagners Das Liebesverbot des Opernprojektes Opera Incognita die Rolle der Isabella. 2023 engagierte sie das Theater Oberhausen als Sängerin für die deutschsprachige Erstaufführung von Zeit für Freude des norwegischen Dramatikers Arne Lygre (Regie: Kathrin Mädler). 2024 folgte in der Rolle der Maria in Tschaikowskis Mazeppa erneut ein Projekt der Münchner Opera Incognita.

Kritiken

Klaus Kalchschmid von der Süddeutschen Zeitung lobt Isachenkos Auftritt in Wagners Liebesverbot: „Eine ragt heraus: Ekaterina Isachenko als Isabella […]. Ihr Sopran leuchtet in der schweren Partie, die jugendlich-dramatisches Fach mit Belcanto-Koloraturen kreuzt, fulminant in allen Farben. Und auch im Spiel ist sie hervorragend.“

Repertoire

Ihr künstlerisches Repertoire umfasst zentrale Partien des lyrischen Sopranfachs:

Stipendien und Auszeichnungen

Aufnahmen

Einzelnachweise

  1. ↑ Xavier Castillón: L'òpera «Carmen» es presenta avui a Figueres i el dia 21 a Girona. Classics.cat, 14. März 2010, abgerufen am 6. Mai 2026.
  2. ↑ Thomas Tillmann: Ein großer Theaterabend. Online Musik Magazin, 14. Dezember 2012, abgerufen am 6. Mai 2026.
  3. ↑ Rock meets Classic - Barclay James Harvest feat. Les Holroyd, Ekaterina Isachenko und das Philharmonische Orchester Kiel unter der Leitung von Johannes Willig. Kieler Woche, 24. Juni 2011, abgerufen am 7. Mai 2026.
  4. ↑ Udo Pacolt: Exzellente Opernrarität in Karlsruhe: „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von Frederick Delius. Online Merker, 1. Februar 2012, abgerufen am 6. Mai 2026.
  5. ↑ George Loomis: A Birthday Celebration in Germany. The New York Times, 14. Februar 2012, abgerufen am 7. Mai 2026.
  6. ↑ Peter Krause: Die Redakteurin als Trüffelschwein. In: Die Welt. 3. Januar 2012, abgerufen am 6. Mai 2026.
  7. ↑ …stets nur zur Zierde? – Faszinierende Lieder und Chansons von Komponistinnen des 19. bis 21. Jahrhunderts. Kultur im Schloss Seefeld, 16. Dezember 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.
  8. ↑ Zeit für Freude. Theater Oberhausen, 13. Oktober 2023, abgerufen am 7. Mai 2026.
  9. ↑ Rita Argauer: Oper statt Vorlesung: Tschaikowskys „Mazeppa“ im Münchner Audimax. Süddeutsche Zeitung, 1. September 2024, abgerufen am 9. Mai 2026.
  10. ↑ Klaus Kalchschmid: Party mit Shakespeare. Süddeutsche Zeitung, 18. Oktober 2021, abgerufen am 7. Mai 2026.
  11. ↑ Klaus Billand: Intensives Musiktheater mit geringen Mitteln. Der Opernfreund, 14. November 2024, abgerufen am 7. Mai 2026.
  12. ↑ Jasmin Helm: Auch Liebe kennt ihre Grenzen… Der Albrecht, 6. Oktober 2012, abgerufen am 7. Mai 2026.
  13. ↑ Veus femenines. Concurs Tenor Viñas, abgerufen am 6. Mai 2026.
  14. ↑ Stipendiaten. Hilde Zadek Stiftung, abgerufen am 6. Mai 2026.
  15. ↑ Das Stipendiatenarchiv. Richard-Wagner-Stipendienstiftung, abgerufen am 7. Mai 2026.
  16. ↑ La Monnaie: Dvořák: Rusalka. EuroArts, abgerufen am 7. Mai 2026.