
Eleanor Antin (* 27. Februar 1935 in New York City) ist eine US-amerikanische Künstlerin, die in den Bereichen Konzeptkunst, Filmkunst, Fotografie und Performance wirkt. Sie wird zur feministischen Kunst gezählt.
Eleanor Antin stammt aus einer jüdischen Einwandererfamilie und wuchs in der Bronx auf. Ihre Eltern stammten aus Polen beziehungsweise Russland; und ihre Mutter war als Schauspielerin auf jiddischen Bühnen in Europa aufgetreten. Mitte der 1950er Jahre studierte Antin Schauspiel an der privaten Schule von Tamara Daykarhanova in New York sowie Creative Writing am City College of New York.
Nach ihrem Studium arbeitete Antin als Ballerina und Schauspielerin und wandte sich nach der Beschäftigung mit der Malerei der Konzeptkunst und Performance Art zu. 1968 zog sie von New York nach Kalifornien.
Ihr besonderes Interesse an der Semiotik der Materialien inspirierte sie zu Consumer Portraits (1971–1971), eine Reihe von Menschenportraits, die aus alltäglichen Konsumgütern zusammengesetzt wurden. Ein wiederkehrendes Thema ihrer Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Fragen persönlicher Identität. Ihre eigene Persönlichkeit bringt die Künstlerin in einer Allegorie des dreigeteilten Selbst (Ballerina, König und Krankenschwester) zum Ausdruck. In ihren Performances, Fotoausstellungen, Filmen, Installationen, Zeichnungen und Texten treten abwechselnd unterschiedliche Aspekte dieses dreigeteilten Selbst in den Vordergrund.
Erste größere Bekanntheit erlangte ihre Arbeit 100 Boots, die sie von 1971 bis 1973 durchführte. Darin unternehmen die eponymen 100 Stiefel eine Reise vom Pazifischen Ozean nach New York an das MoMA. Unterwegs erleben die Stiefel verschiedene Abenteuer, die von Antin inszeniert und auf Postkarten festgehalten wurden. Diese verschickte sie dann als Mail Art.
Seit 1975 lehrte Antin als Professorin im Fachbereich Visual Arts der University of California, San Diego (UCSD), wo sie inzwischen emeritiert ist. Antin lebt in San Diego, und ist mit dem Literaturkritiker und Poeten David Antin verheiratet, der ebenfalls emeritierter Professor an der UCSD ist.
Zu ihren bekanntesten Werken zählt die Performance Carving: A Traditional Sculpture von 1972, die von ihr als Fotoinstallation dokumentiert wurde. Antin fotografierte einen Monat lang täglich ihren eigenen nackten Körper von vorn, von hinten und von der Seite. Indem sie während dieser Zeit eine Diät einhielt, wirkte sie so bildhauerisch durch Wegnehmen von Material (Carving) am eigenen Körper. Gleichzeitig kann die Arbeit als Kritik am herrschenden Schönheitsideal der Schlankheit gelesen werden.
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| NAME | Antin, Eleanor |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 27. Februar 1935 |
| GEBURTSORT | New York City |