Die Elementa Philosophiae (lateinisch für Die Elemente der Philosophie) ist das dreiteilige Hauptwerk von Thomas Hobbes. Es erschien 1642–1658.
Der erste Teil enthält die ausführlichste und vollständigste Darstellung von Hobbes’ materialistischem System. So behauptet Hobbes, das es überhaupt nur eine physische, materielle Substanz (Materie) gibt. In der Folge geht es im ganzen ersten Teil denn auch um eine Darstellung der Körper und ihrer Bewegungen. So gibt es nichts als diese Bewegungen, auch in der Psyche des Menschen. Alle Welterklärung sei Erklärung der Bewegung kleinster Teile, auch bei den Bewegungen unserer Körper.
Der zweite Teil enthält Hobbes Psychologie bzw. Anthropologie. Hobbes ist Determinist, und so ist bei ihm die Stellung der Kausalität eine zentrale. Willensfreiheit gibt es bei ihm so nicht, wobei er sich in diesem Punkt teilweise noch in Widersprüchen verstrickt. In seiner deskriptiven Psychologie unterscheidet Hobbes zwischen anziehenden Kräften und abstoßenden Kräften und versucht die Psyche des Menschen kausal zu erklären. Auch der Geist und das Denken werden am Ende kausalistisch erklärt als eine Art Rechnen mit Wörtern.
Ähnlich wie Descartes misstraut auch Hobbes der sinnlichen Wahrnehmung. Das ist auch der Grund, warum er gerade kein Empirist ist, sondern ganz in der noch jungen Richtung des Rationalismus aufgeht.
Hobbes veröffentlichte diesen dritten, staatstheoretischen Teil seines Hauptwerkes mehrere Jahre vor den beiden ersten Teilen. Im Wesentlichen enthält dieses Werk die Ideen, die er im Leviathan wieder aufgenommen hat.
Sein Materialismus und Determinismus ließen Hobbes „zum meistgehassten Autor seiner Zeit“ werden, der sich „den Zorn“ nicht nur der Kirche, sondern auch der Politik zuzog.