
Als Tierkohle, lateinisch Carbo animalis, wird Aktivkohle bezeichnet, die aus verkohltem Rindsleder (Lederkohle) oder tierischem Blut (Blutkohle), Fleisch (Fleischkohle) oder aus Tierknochen (Knochenkohle) hergestellt wird.
Zur Herstellung von Knochenkohle (früher auch als Beinkohle bezeichnet) werden grob gemahlene und entfettete Knochen bei rund 700 °C unter Luftabschluss geglüht. Die organischen Substanzen der Knochen werden dabei zerstört. Dabei entstehen Ammoniak, Knochenteer, verschiedene Gase und Knochenkohle.
Knochenkohle wird wie andere Aktivkohle eingesetzt. Es gibt Beispiele sowohl für aktuelle als auch für historische Nutzung: