Elham Manea

Elham M. Manea (* 19. März 1966 in Mahala Al Kubra, Ägypten) ist eine jemenitisch-schweizerische Politologin und Autorin.

Leben

Manea, Tochter eines Diplomaten, verbrachte ihre Kindheit und Jugendzeit in arabischen und westlichen Ländern. Sie studierte Politikwissenschaften in Kuwait und den USA. Von 1990 bis 1993 hatte Elham Manea eine Stelle als Assistentin an der politikwissenschaftlichen Abteilung der Universität Sana’a, Jemen. Während dieser Zeit hat sie ein Buch über jemenitische politische Parteien geschrieben und veröffentlicht. Diese Studie wird an der Universität Sana’a als Lernmittel benutzt. 1995 erlangte sie an der American University, Washington, D.C., einen Master in Vergleichender Politikwissenschaft. Mit der Dissertation Regional Politics in the Developing World: The Case of the Arabian Peninsula (Yemen, Saudi Arabia, Oman), wurde sie 2001 an der Universität Zürich promoviert. Die Arbeit ist 2005 im Saqi Books Verlag, London, erschienen.

Ab März 2011 war sie Privatdozentin an der Universität Zürich. Seit Januar 2023 ist sie Titularprofessorin an der Universität Zürich.

Zwischen 1997 und 2005 hat sie bei Radio Swiss International und Swissinfo als Moderatorin, Multimedia-Journalistin, und später stv. Leiterin des Arabischen Services gearbeitet. Zwischen 2006 und 2009 hat sie als Habilitierte am universitären Forschungsschwerpunkt Asien und Europa gearbeitet. Seit 2005 arbeitet sie als Beraterin für staatliche und internationale Organisationen in den Bereichen Frauenrechte, Politik und Entwicklung (Freedom House, Weltbank, USAID, DEZA, Eidgenössische Kommission für Frauenfragen etc.).

Sie engagiert sich für einen humanistischen Islam; Menschenrechte sind für sie das höchste Gut und dürfen nicht angetastet werden. Sie ist Mitbegründerin von Forums für einen fortschrittlichen Islam in der Schweiz und verließ das Forum im Jahr 2012. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Ibn-Rushd-Goethe Moschee in Berlin, die für einen säkularen liberalen Islam steht, der weltliche und religiöse Macht voneinander trennt und sich um eine „zeitgemäße und geschlechtergerechte“ Auslegung des Koran und der Hadithen bemüht.

Neben ihren wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlichte sie auch die Novellen Echo (2005) und Sins (2008) in arabischer Sprache. Elham Manea ist jemenitisch-schweizerische Doppelbürgerin und wohnt in Bern.

Schriften

Elham Manea hat wissenschaftliche Bücher und Sachbücher auf Englisch, Deutsch und Arabisch veröffentlicht. Zu ihren Veröffentlichungen gehören:

Commons: Elham Manea – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

  1. ↑ Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 7. März 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. ↑ Gian Signorell und Peter Johannes Meier: Frauen wollen einen neuen Islam (Memento des Originals vom 17. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Beobachter 20. Januar 2010
  3. ↑ Claudius Prößer: Liberale Moschee für Berlin: „Ich möchte Imamin werden“. In: die tageszeitung. (taz.de [abgerufen am 19. Juni 2017]).
Personendaten
NAME Manea, Elham
ALTERNATIVNAMEN Manea, Elham M.
KURZBESCHREIBUNG jemenitisch-schweizerische Politologin und Autorin
GEBURTSDATUM 19. März 1966
GEBURTSORT Mahala Al Kubra, Ägypten