Maria Elisabeth Liebl, geborene Euler (* 12. April 1906 in Frankfurt am Main; † 25. Mai 1961 in Wien), war eine deutsche Netzwerkerin, Publizistin und Übersetzerin, die im kulturellen Leben der österreichischen Nachkriegszeit eine vermittelnde Rolle spielte.
Von 1925 bis 1931 studierte sie Philosophie in Heidelberg bei Karl Jaspers, verbrachte Studiensemester in Lausanne, Oxford und Berlin und wurde 1931 mit einer Dissertation über den Sündenfall- und Prometheusmythos promoviert. Im September 1931 heiratete sie Otto Löcker, zog nach Wien und heiratete nach der Scheidung vom 28. April 1947 am 31. August 1947 den Journalisten Zeno Liebl. Sie starb 1961 und wurde auf dem Friedhof von Vösendorf beigesetzt.
Liebl veröffentlichte vielfach unter dem Pseudonym Claudia Frank und schrieb nach 1945 für die Frankfurter Hefte, Plan, Der Turm, Welt und Wort und die Europäische Rundschau. Als Redakteurin und Vermittlerin nutzte sie ihre Kontakte für andere, erleichterte Hans Weigel 1945 die rasche Integration in den Kulturbetrieb, vermittelte Ingeborg Bachmann 1951 eine Anstellung beim Amerikanischen Nachrichtendienst und eröffnete jungen Autorinnen wie Ilse Aichinger Publikationsmöglichkeiten. Im Jahr 1949 legte sie in Welt und Wort einen frühen Überblick über die österreichische Nachkriegsliteratur vor und hob darin besonders Ilse Aichingers Roman Die größere Hoffnung hervor. Zu ihren späten Arbeiten gehörten die Übersetzung von Norman Malcolms Wittgenstein-Erinnerungen sowie ein 1961 für den Westdeutschen Rundfunk verfasstes Hörbild über Ludwig Wittgenstein.
| Personendaten | |
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| NAME | Liebl, Elisabeth |
| ALTERNATIVNAMEN | Liebl, Maria Elisabeth (vollständiger Name); Euler, Elisabeth (Geburtsname); Löcker, Elisabeth (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Netzwerkerin, Publizistin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 12. April 1906 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 25. Mai 1961 |
| STERBEORT | Wien |