
Elisabetta Fazzini Giovannucci (* 28. Juni 1944 in Fabriano, Marken; Giovannucci ist der Familienname ihres Mannes) ist eine italienische Professorin für germanische Philologie. Der Fokus ihrer Forschungstätigkeit liegt auf der altgermanischen Rechts- und Kulturgeschichte, dem Einfluss der lateinischen Hochkultur auf die Germanen und den Mundarten der Südwalser.
Fazzini besuchte das Gymnasium in Pescara und studierte anschließend zunächst an der Universität Rom und darauf „Ausländische Sprachen und Literaturen“ an der Universität Chieti-Pescara. Ihr Studium schloss sie bei Piergiuseppe Scardigli mit einer Arbeit über die alemannischen Sprachinseln in Nordwestitalien ab.
Von 1973 bis zu ihrer Emeritierung 2014 lehrte sie – ab 2001 als ordentliche Professorin – an der Universität Chieti Germanische Philologie. Von 1993 bis 1998 fiel auch die deutsche Sprachgeschichte in ihre Zuständigkeit.
Fazzinis Forschungsinteressen sind die antike germanische Gesellschaft und die Kulturen der germanischen Völker im Mittelalter, die Rechtstradition der kontinentalgermanischen Völker, der Einfluss der lateinischen Kultur auf die Germanen, die Herausbildung der Schriftlichkeit des Deutschen und die frühe Manuskriptglossierung sowie der deutsch-italienische Sprachkontakt in den höchstalemannischen Sprachinseln Nordwestitaliens.
An der Universität Chieti-Pescara wirkte sie überdies als Direktorin des Instituts für germanische Sprachen und Literatur, als Präsidentin des Zentrums für bibliographische Informazion und elektronische Datenverarbeitung, als Vorsitzerin des Studiengangs für fremde Sprachen und Literaturen und ab 1994/1995 als Gründungsdirektorin des Zentrums für das Studium der deutschen Dialekte.
Monographien
Aufsätze
Herausgeberschaft
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fazzini, Elisabetta |
| ALTERNATIVNAMEN | Fazzini Giovannucci, Elisabetta |
| KURZBESCHREIBUNG | italienische Germanistin |
| GEBURTSDATUM | 28. Juni 1944 |
| GEBURTSORT | Fabriano, Italien |