Ellen Kositza stammt aus dem hessischen Offenbach am Main. Mit ihrem Ehemann Götz Kubitschek, einem maßgeblichen Akteur der Neuen Rechten, hat sie fünf Kinder. Zwei Kinder wurden während ihres Studiums in ihrer ersten Ehe geboren. Kositza lebt mit ihrer Familie auf einem ehemaligen Rittergut im sachsen-anhaltischenSchnellroda.
Sie studierte in den 1990er-Jahren Lehramt. Noch während ihres Studiums 1993 wurde sie Stammautorin der Zeitung Junge Freiheit. Dort war sie u.a. für den Bereich Dark Wave zuständig. Außerdem setzte sie sich in der JF für die „Rehabilitation eines traditionellen Frauenbildes“ (Helmut Kellershohn) ein. Nach der Analyse Kellershohns wurde Kositza zu einer der wichtigsten Autorinnen der Wochenzeitung.
Kositza wird der Neuen Rechten zugerechnet; sie ist dem Fachjournalisten Andreas Speit zufolge „die einzige Frau mit Gewicht innerhalb der Neuen Rechten“. Sie veröffentlichte u.a. in den Zeitschriften Criticón, wir selbst und eigentümlich frei. Wie auch andere JF-Autoren nahm sie an Veranstaltungen der neurechten Denkfabrik Institut für Staatspolitik (IfS) teil; so war sie 2000 Referentin bei einer Sommerakademie. Sie ersetzte dann den Philosophen Erik Lehnert, der als Geschäftsführer an das IfS wechselte, als Autorin bei der durch ihren Mann zu verantwortenden Zeitschrift Sezession. Im Jahre 2010 nahm sie mit anderen Neurechten an einem laut dem Publizisten Volker Weiß „von Neonazis dominierten ‚Gedenkmarsch‘ für die Bombenopfer von Dresden“ teil. Anfang 2015 gehörte sie in Rom zu den Teilnehmern eines Kongresses der rechtspopulistisch-fremdenfeindlichen Partei Lega Nord, bei dem ihr Mann Götz Kubitschek einen Vortrag hielt.
123456Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster: Die „Junge Freiheit“ der „Neuen Rechten“. Bundes- und landespolitische Perspektiven zur „Jungen Freiheit“ und den Medien der „Neuen Rechten“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 33 f.
↑Stefan Lindke: Der Tabubruch von heute ist der Mainstream von morgen. Die ›Neue Deutsche Härte‹ als ästhetisches Spiegelbild der wiedererstarkten Nation. In: Andreas Speit (Hrsg.): Ästhetische Mobilmachung. Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien. Unrast, Hamburg u.a. 2002, ISBN 3-89771-804-9, S. 264.
↑Helmut Kellershohn: Volk, Staat und Nation. Konturen des völkischen Nationalismus in der „Jungen Freiheit“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 139.
↑Helmut Kellershohn: Volk, Staat und Nation. Konturen des völkischen Nationalismus in der „Jungen Freiheit“. In: Stephan Braun, Ute Vogt (Hrsg.): Die Wochenzeitung „Junge Freiheit.“ Kritische Analysen zu Programmatik, Inhalten, Autoren und Kunden. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15421-3, S. 141.
↑Siehe u.a.: Helga Druxes: Manipulating the Media. The German New Right's Virtual and Violent Identities. In: Patricia Anne Simpson, Helga Druxes (Hrsg.): Digital Media Strategies of the Far Right in Europe and the United States. Lexington Books, London 2015, ISBN 978-0-7391-9881-0, S. 132 f.
↑Andreas Speit: Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida. Orell Füssli Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-280-05632-5, S. 325.
↑Christian Dornbusch, Jan Raabe, Andreas Speit: Synergie-Effekte - Bewegungen zwischen Schwarzer Szene und braunem Spektrum. In: Andreas Speit (Hrsg.): Ästhetische Mobilmachung. Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien. Unrast, Hamburg u.a. 2002, ISBN 3-89771-804-9, S. 225.
↑Julian Bruns, Kathrin Glösel, Natascha Strobl: Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa. Unrast, Münster 2014, ISBN 978-3-89771-549-3, S. 144.
↑Anton Maegerle: Blätter gegen den Zeitgeist und Dekadenz. Profile und Beziehungen neurechter Periodika an Beispielen. In: Wolfgang Gessenharter, Thomas Pfeiffer (Hrsg.): Die Neue Rechte – eine Gefahr für die Demokratie?. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8100-4162-9, S. 203.
↑Helmut Kellershohn: Widerstand und Provokation. Strategische Optionen im Umkreis des „Instituts für Staatspolitik“. In: Stephan Braun, Alexander Geisler, Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten. Hintergründe - Analysen - Antworten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 266.
↑Volker Weiß: Die „Konservative Revolution“. Geistiger Erinnerungsort der „Neuen Rechten“. In: Martin Langebach, Michael Sturm (Hrsg.): Erinnerungsorte der extremen Rechten (= Edition Rechtsextremismus. Bd. 101). Springer VS, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-00130-8, S. 114.
↑Andreas Speit: Bürgerliche Scharfmacher. Deutschlands neue rechte Mitte – von AfD bis Pegida. Orell Füssli Verlag, Zürich 2016, ISBN 978-3-280-05632-5, S. 132.