Elmar Funk (* 18. Januar 1942 in Steinhöring; † 3. September 2018 in Kirchheimbolanden) war ein deutscher Pfarrer und Menschenrechtsaktivist.
Funk wuchs im Ruhrgebiet auf. Im Anschluss studierte er in Bethel, Tübingen, Heidelberg und Münster evangelische Theologie. Ab 1970 arbeitete er als Pfarrer in Kirchheimbolanden. Zudem unterrichtete er am dortigen Nordpfalzgymnasium. 1972 gründete er eine Ortsgruppe von Amnesty International und 1975 die Kirchheimbolander Friedenstage, zunächst unter dem Namen „Friedenswoche“. Damit wollte er inmitten des Kalten Kriegs ein Zeichen setzen. Im Jahr 1977 holte Funk den Amnesty-Bundeskongress nach Kirchheimbolanden.
Als Aktivist organisierte Funk zahlreiche Hilfsprojekte für Bedürftige in Aus- und Inland, darunter Hungermärsche mit hunderten Teilnehmern für Projekte in Südamerika. Er brachte Hilfe auf den Weg unter anderem für Erdbebenopfer im türkischen Karatepe 1999, Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Sachsen 2002 oder Tsunami-Opfer in Japan 2011. Zugunsten von Menschenrechtsprojekten sammelte er Spenden durch Kunstauktionen, für die bekannte Künstler ihre Werke zur Verfügung stellten. Aus den Hilfsaktionen seiner Kirchengemeinde für Waisenkinder in Tschernjachowsk entwickelte sich die heutige Städtepartnerschaft. Er war Mitgründer der Donnersberger Initiative für Menschen in Not und der „Pälzer Parre“, einer Fußballmannschaft aus pfälzischen Pfarrern und Diakonen, mit der er auch für Hilfsprojekte um die Welt reiste. 2004 trat er berufsmäßig in den Ruhestand. Funk war verheiratet und Vater von fünf Kindern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Funk, Elmar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pfarrer und Menschenrechtsaktivist |
| GEBURTSDATUM | 18. Januar 1942 |
| GEBURTSORT | Steinhöring |
| STERBEDATUM | 3. September 2018 |
| STERBEORT | Kirchheimbolanden |