Elmar Wigand (* 1968 in Köln) ist ein deutscher Autor. Schwerpunkte seiner Arbeit sind u. a. die Dokumentation von Lobbyismus und Union Busting.
Elmar Wigand studierte an der Internationalen Filmschule Köln Film mit Schwerpunkt Drehbuch.
1992 gehörte er zu den Mitbegründern der Kölner Stadtteilinitiative Antifaschistische Südstadt, die sich auf lokaler Ebene gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus engagierte. Er war 1993 maßgeblich an der politischen Durchsetzung eines antifaschistischen Wandgemäldes des Aachener Wandmalers an einer Bunkerwand in der Kölner Elsaßstraße beteiligt. Das Bild beschäftigt sich mit einer Widerstandsaktion der Bevölkerung gegen einen Aufmarsch der Sturmabteilung durch ihr Viertel am 3. März 1933. Es war von der Stadtverwaltung zweimal übermalt und von der Antifaschistischen Südstadt jeweils erneuert worden, bis es durch öffentlichen Druck Bestandsschutz erhielt. In der Sendereihe Zeitzeichen produzierte Wigand zusammen mit dem Journalisten Jannis Skouras ein Radio-Feature zum 10. Jahrestag der Hillsborough-Katastrophe, das am 15. April 1999 ausgestrahlt wurde.
Gemeinsam mit Werner Rügemer organisierte Wigand in Zusammenarbeit mit Business Crime Control den Kongress „ArbeitsUnrecht“, der am 14. März 2009 in Köln stattfand.
Für den Kölner Verein Lobbycontrol baute er das Onlinelexikon Lobbypedia auf, das am 28. Oktober 2010 online ging.
Zusammen mit Werner Rügemer erforschte Wigand in einem Projekt, das von der Otto-Brenner-Stiftung gefördert wurde, seit 2012 „die systematische Bekämpfung von Gewerkschaften, Betriebsräten und Beschäftigten als professionelle Dienstleistung“.
Seit 2012 ist Wigand verantwortlicher Redakteur des Blogs arbeitsunrecht.de zur Dokumentation und Kritik der systematischen Bekämpfung von Gewerkschaften („Union Busting“).
Er gehörte im Januar 2014 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins aktion ./. arbeitsunrecht – Initiative für Demokratie in Wirtschaft & Betrieb, der Solidarität mit Betriebsräten und Gewerkschaftern organisiert, die in Folge von innerbetrieblichen Konflikten zu Opfern von Mobbing oder Bossing geworden sind.
Seit Juli 2015 erforscht er die Bekämpfung von Betriebsräten in Deutschland als Fellow für Datenjournalismus der Rudolf Augstein Stiftung beim Recherchebüro Correctiv.
Mit dem Verein Aktion gegen Arbeitsunrecht und dessen Kampagne PutzfrauenPower gewann Elmar Wigand den taz-Panter-Preis der Jury 2017.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wigand, Elmar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Köln |