Elrid Pasbrig (* 24. September 1974 als Elrid Wollkopf in Zerbst/Anhalt) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Von 2021 bis 2026 war sie Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt.
Elrid Pasbrig erlangte 1993 das Abitur am Gymnasium Francisceum in Zerbst. Anschließend nahm sie an der Universität Potsdam ein Magisterstudium mit dem Hauptfach Politikwissenschaft sowie den Nebenfächern Soziologie und Anglistik/Amerikanistik auf und schloss das Studium 1999 mit dem akademischen Grad Magistra Artium ab. Pasbrig absolvierte 1995/1996 ein Auslandssemester an der University of Kent.
Im Jahr 2000 war sie für den Bundestagsabgeordneten Engelbert Wistuba tätig, bevor sie im selben Jahr am Institut für Politikwissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin aufnahm. Mit erreichen der Höchstbefristungsdauer des Wissenschaftszeitvertragsgesetz beendete sie 2006 ihre akademische Laufbahn ohne erreichen des Doktorgrades.
Anschließend nahm Pasbrig an der benachbarten Hochschule Magdeburg-Stendal eine Tätigkeit als Verwaltungsmitarbeiterin auf, wo sie unter Rektor Andreas Geiger als persönliche Referentin tätig war. Unter Rektorin Anne Lequy verließ sie 2015 die Hochschule und wechselte in das Referat Hochschulen des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Im Zuge der Landtagswahl 2016 wurde Elrid Pasbrig persönliche Referentin des neuberufenen Staatssekretärs und späteren Ministers Armin Willingmann.
Pasbrig war vom 5. März 2020 bis zur Landtagsmandatsannahme im Oktober 2021 Mitglied des Aufsichtsrates der landeseigenen IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH. Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug insgesamt für alle Mitglieder zusammen 3.681,36 Euro im Jahr 2020.
Elrid Pasbrig trat im Jahr 2000 in die SPD ein und war von 2000 bis 2006 Mitglied im Bundesparteirat. Von 2001 bis 2006 war sie Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Zerbst.
In der Nachfolge von Holger Hövelmann bewarb sie sich 2005 erfolglos um den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Anhalt-Zerbst. Pasbrig unterlag mit 12 zu 26 Stimmen gegen ihre Mitbewerberin. Ebenso unterlag sie bei der Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden.
Von 2004 bis 2007 war Pasbrig Mitglied und 1. Stellvertreterin des Vorsitzenden im Kreistag des Kreises Anhalt-Zerbst.
Elrid Pasbrig wurde im Oktober 2020 von den wahlberechtigten Mitgliedern des SPD-Kreisverbandes Jerichower Land als Kandidatin für den Landtagswahlkreis Burg aufgestellt. Auf Vorschlag des SPD-Landesvorstandes wurde sie auf dem Listenparteitag im Februar 2021 in Magdeburg auf Platz 11 der Liste für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2021 gewählt. Pasbrig unterlag mit 9 % der Zweitstimmen in ihrem Wahlkreis den Mitbewerbern von CDU, AfD und Die Linke und errang kein Direktmandat. Das Zweitstimmenergebnis der SPD ermöglichte ferner nur den Kandidatinnen und Kandidaten bis zum Listenplatz 9 einen Einzug in den Landtag.
Nachdem Armin Willingmann und Petra Grimm-Benne ihr jeweiliges Mandat zurückgegeben haben, rückten Elrid Pasbrig und Holger Hövelmann am 6. Oktober 2021 über die Landesliste der SPD in den Landtag von Sachsen-Anhalt nach. Pasbrig war dort Sprecherin für Landwirtschaft, Tierschutz und Petitionen ihrer Fraktion. Sie gehörte dem Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten sowie dem Petitionsausschuss an und war ab dem Januar 2026 auch Mitglied im Ausschuss für Recht, Verfassung und Verbraucherschutz. Bei der Landtagswahl 2026 verpasste sie auf Platz 10 der Landesliste den erneuten Einzug.
Elrid Pasbrig ist evangelisch, seit 2011 Mutter einer eine Tochter und lebt in der Einheitsgemeinde Biederitz im Landkreis Jerichower Land. Pasbrig gibt an, bekennende Anhängerin des 1. FC Magdeburg zu sein.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pasbrig, Elrid |
| ALTERNATIVNAMEN | Wollkopf, Elrid; Wollkopf-Dittmann, Elrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (SPD), MdL Sachsen-Anhalt |
| GEBURTSDATUM | 24. September 1974 |
| GEBURTSORT | Zerbst/Anhalt |