Elsa Gidoni

Elsa Gidoni-Mandelstamm (* 12. März 1899 in Riga, Gouvernement Livland; † 19. April 1978 in Washington) war eine deutsch-amerikanische Architektin und Designerin für Innenarchitektur.

Leben

Elsa Mandelstamm war deutsch-jüdischer Abstammung. Sie war eine Cousine des Dichters Ossip Mandelstam. Gidoni machte ihren Schulabschluss in Berlin und studierte danach an der Kunstakademie St. Petersburg und an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg Kunst, Design und Architektur.

1929 gründete sie ihr eigenes Büro für Innenarchitektur in Berlin-Schöneberg, das sie bis 1933 führte. Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler flüchtete Elsa Gidoni 1933 nach Palästina und eröffnete in Tel Aviv ein Architekturbüro, das unter dem Namen Elsa Gidoni zahlreiche Bauwerke errichtete. 1938 emigrierte sie in die USA und war bis 1942 für die Architekten Meyer & Whittlesey in New York tätig. 1942 bis 1945 war Elsa Gidoni für Fellheimer & Wagner in New York als Innenarchitektin tätig und von 1945 bis 1967 als Structural Engineer bei Kahn & Jacobs, New York.

Mitte 1967 ging Elsa Gidoni in Rente und erhielt den Emeritus-Status des American Institute of Architects (AIA) und siedelte zusammen mit ihrem Ehemann Alexis Gluckman nach Washington, D. C. um.

Im April 1978 verstarb Elsa Gidoni im Alter von 77 Jahren in ihrem Haus in Washington.

Werke (Auszug)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Edina Meyer-Maril: Drei Frauen, drei Wege, eine Moderne: Genia Averbuch, Judith Segall-Stolzer und Elsa Gidoni-Mandelstamm planen und bauen in Eretz Israel. In: Jörg Stabenow / Ronny Schüler: Vermittlungswege der Moderne – Neues Bauen in Palästina (1923–1948), Berlin: Gebr. Mann 2019, ISBN 978-3-7861-2781-9, S. 69–82, hier: S. 74.
  2. ↑ IAWA database information for Elsa Mandelstamm Gidoni (Memento des Originals vom 6. Dezember 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., IAWA-Eintrag Universitätsbibliotheken Virginia Tech
  3. ↑ Sigal Davidi: German and Austrian Women Architects in Mandatory Palestine (English and German). In: Frau_Architekt Exhibition Catalog. (academia.edu [abgerufen am 2. Februar 2021]).
  4. ↑ The American Institute of Architects Archives, Washington, D. C. (Mitglieds-Akte)
Personendaten
NAME Gidoni, Elsa
ALTERNATIVNAMEN Gidoni-Mandelstamm, Elsa (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsch-amerikanische Architektin und Designerin für Innenarchitektur
GEBURTSDATUM 12. März 1899
GEBURTSORT Riga, Gouvernement Livland
STERBEDATUM 19. April 1978
STERBEORT Washington