Else Laudan

Else Laudan (geb. 1963 in West-Berlin) ist eine deutsche Verlegerin, Übersetzerin, Lektorin und Literaturvermittlerin.

Leben und Wirken

Laudan wuchs als Tochter von Frigga Haug und Stieftochter von Wolfgang Fritz Haug in West-Berlin auf. Else ist nicht ihr richtiger Vorname, sie legte ihn sich in einer schwierigen Phase ihrer Jugend als, wie sie sagte, „Kampfnamen“ zu. Nachdem sie nach Konflikten ihre Schullaufbahn ohne Abschluss beendet hatte, arbeitete Else Laudan unter anderem in Kneipen, in Druckereien, im Buchhandel und in Zeitschriftenredaktionen und begann eine Lehre als Maschinenschlosserin. Über den zweiten Bildungsweg absolvierte sie ab 1988 in Hamburg ein Studium der Soziologie und Sozialökonomie. Etwa zeitgleich begann Laudan in der im Argument Verlag von ihrer Mutter als „feministisches Kulturprojekt“ gegründeten Ariadne-Reihe zu arbeiten, die Krimis ausschließlich von Frauen verlegt. Sie war zunächst als Lektorin und Übersetzerin aus dem Englischen tätig, ab 1993 auch als Redakteurin und Herausgeberin. Sie sieht Kriminalromane als die „radikalste Form der Gegenwartsliteratur“, weil sie auf spannende, gut verständliche Weise das Erzählen aus ungewohnter, etwa feministischer, Perspektive und die kritische Auseinandersetzung mit der Realität erlauben.

Seit 1997 ist Laudan Co-Geschäftsführerin und Programmchefin des Argument Verlags.

Sie ist Mitbegründerin von HERland, eines feministischen Netzwerks von Autorinnen der Kriminalliteratur.

2009 wurde Else Laudan von den Mörderischen Schwestern e. V. mit der „Goldenen Auguste“ ausgezeichnet. Im Jahr 2026 erhielt sie den Ehren-GLAUSER des Syndikats.

Werke (Auswahl)

Als Autorin

Als Übersetzerin

alle Bücher erschienen im Argument Verlag, Hamburg.

Als Herausgeberin

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Grande Dame der Linken. Abgerufen am 7. September 2026.
  2. 1 2 Carla Geiger: Verlegerin über feministische Krimis: „Eine gerechtere Welt ist möglich“. In: Die Tageszeitung: taz. 25. Oktober 2021, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 7. September 2026]).
  3. 1 2 Else Laudan: Plötzlich Feministin. 2. Dezember 2018, abgerufen am 7. September 2026.
  4. 1 2 3 4 Ehren-GLAUSER 2026 für Else Laudan. Abgerufen am 7. September 2026.
  5. ↑ Johanna Weinz: „Möglichst vielfältige Gegenerzählungen“. In: Die Tageszeitung: taz. 19. August 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 12. September 2026]).
  6. ↑ Ein Gespräch mit Else Laudan. In: Krimikultur: Archiv. 8. Juli 2009, abgerufen am 10. September 2026.
  7. ↑ Else Laudan: Positionen – Else Laudan. 1. August 2016, abgerufen am 16. Februar 2026.
  8. ↑ Goldene Auguste. In: Mörderische Schwestern. Abgerufen am 12. September 2026.
Personendaten
NAME Laudan, Else
KURZBESCHREIBUNG deutsche Verlegerin, Lektorin, Übersetzerin und Literaturvermittlerin
GEBURTSDATUM 1963
GEBURTSORT Berlin