Elsie Zimmern

Elsie Zimmern, 1909

Elsie Mary Zimmern (* 24. Januar 1876 in Surbiton, Surrey; † 9. April 1967 in Hampstead, London) war eine englisch-britische Frauenrechtlerin.

Leben

Elsie Zimmern war das zweite von fünf Kindern der aus Deutschland eingewanderten Adolph Christian Hermann Anton Zimmern (1842–1916) und Sophie Sara Mathilde, geborene Eckhard (1853–1933). Ihre Geschwister waren Adolphus Charles (1874–1875), der Historiker Alfred Eckhard (1879–1957), Edith Matilda (1881–1951) und Dorothea Margaret (1883–1983); die Autorinnen Alice und Helen Zimmern waren ihre Cousinen.

Sie besuchte die Surbiton High School sowie später eine Privatschule in Genf, wo sie die französische Sprache erlernte.

Zimmern war Mitbegründerin der Nursery Training School in Golders Green und fungierte dort von 1911 bis 1923 als Honorary Secretary und Warden. Sie engagierte sich im National Council of Women und war von 1917 bis 1928 als Organisationssekretärin des Maternity and Child Welfare Committee des Councils tätig. Von 1925 bis 1930 war sie Generalsekretärin des International Council of Women. Sie trat zurück, als der Sitz des ICW von London verlegt wurde, da sie ihre kranke Mutter nicht allein lassen wollte.

In ihre Zeit als Generalsekretärin fielen die von Margaret Robertson Watt angestoßenen Bemühungen um eine internationale Organisation für Landfrauen. Gemeinsam mit der Präsidentin des ICW, Ishbel Maria Hamilton-Gordon, organisierten Zimmern und Watt 1929 die erste internationale Konferenz ländlicher Frauen. Diese Konferenz fand in London statt und bot ländlichen Frauen die Möglichkeit, ihre Ansichten zu formulieren und Gemeinsamkeiten über Ländergrenzen hinweg zu formulieren. Zwei Jahre später trafen sich viele derselben Frauen erneut zur weiteren Planung einer internationalen Organisation. 1933 kamen Vertreterinnen von 28 landwirtschaftlich orientierten Frauengruppen in Stockholm zusammen, um die bei früheren Treffen geleistete Arbeit zu bündeln. Sie einigten sich auf den offiziellen Namen der neuen Organisation sowie auf Finanzierungsmodelle, die ihre künftige Unabhängigkeit sichern sollten. So wurde die Associated Countrywomen of the World in Stockholm gegründet, mit Watt als Präsidentin und Zimmern als Sekretärin mit Leitung über die finanziellen Angelegenheiten der ACWW. Die Konstellation blieb, bis Watt 1947 in den Ruhestand ging. Während des Zweiten Weltkriegs hielt sich Watt in den Vereinigten Staaten auf und schlug vor, das ACWW-Büro an die Cornell University zu verlegen; Zimmern widersetzte sich diesem Umzug und übernahm für die Dauer des Krieges den Vorsitz.

Zimmern starb im April 1967 in London.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Cheryl Law: Zimmern, Elsie Mary. In: Women, a modern political dictionary. I.B. Tauris, London 2000, ISBN 1-86064-502-X, S. 161 (englisch).
  2. ↑ Tim Everson: Surbiton Through Time. Amberley Publishing, Stroud 2017, ISBN 978-1-4456-6839-0, S. 152 (englisch).
  3. ↑ Canadian Women's Press Club (Hrsg.): Who's who at the 3d International Congress of Women … International Council of Women, London 2. März 1909, S. 47 (englisch, google.com).
  4. 1 2 3 Leila J. Rupp: Worlds of Women: The Making of an International Women's Movement. Princeton University Press, Princeton, NJ 1997, ISBN 0-691-01675-5, S. 183 (englisch, archive.org).
Personendaten
NAME Zimmern, Elsie
ALTERNATIVNAMEN Zimmern, Elsie Mary (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG englisch-britische Frauenrechtlerin
GEBURTSDATUM 24. Januar 1876
GEBURTSORT Surbiton, Surrey, England, Vereinigtes Königreich
STERBEDATUM 9. April 1967
STERBEORT Hampstead, London, England, Vereinigtes Königreich