Emil Abelsen

Eli Peter Emil Abelsen (* 29. Juli 1943 in Qaqortoq; † 6. Februar 2005 in Nuuk) war ein grönländischer Politiker (Siumut).

Leben

Emil Abelsen war der uneheliche Sohn von Johanne Lea Marie Josefine Abelsen (1922–?) aus Saarloq, der Tochter des Jägers Karl Hendrik Josva Andreas Elisæus Abelsen (1895–?) und seiner Frau Emilie Mathilde Elisabeth Katrine Amalie „Kaluliaraq“ Egede (1898–?). Sein Vater war ein während des Zweiten Weltkriegs in Südgrönland stationierter US-amerikanischer oder kanadischer Soldat, dessen Identität seine Mutter oder auch er selbst nie preisgeben wollten. Seiner Tochter zufolge deutet ein DNA-Test auf eine Herkunft aus Neufundland hin. Er wuchs bei seiner Tante Karen und seiner Großmutter in Qaqortoq auf.

Emil Abelsen besuchte die Folkeskole in Qaqortoq ab, besuchte anschließend die Realschule in Nuuk, dann das Gymnasium im dänischen Tarm und schloss 1974 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Kopenhagen ab. Während seiner Studienzeit war er Vorsitzender des Rats Junger Grönländer. Anschließend wurde er im Sekretariat des Grønlandsrådets und im Grønlandsministeriet angestellt. Während seiner Ausbildung in Kopenhagen war er Vorsitzender des Rats Junger Grönländer. 1979 wurde er erster Erwerbsdirektor der Regierung. 1985 wurde er Wirtschaftsdirektor der Regierung und ein Jahr später Sekretariatschef für Grønlands Arbejder Sammenslutning.

Ab dem 8. September 1987 ersetzte er den in den Folketing abgewanderten Hans Pavia Rosing als Wirtschaftsminister im Kabinett Motzfeldt IV. Nach dem Zusammenbruch der Koalition wurde das Kabinett Motzfeldt V als Minderheitsregierung gebildet und Emil Abelsen übernahm das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Verkehr. Bei der Wahl 1991 kandidierte er erstmals für das Inatsisartut und wurde gewählt. Er wurde erneut zum Wirtschaftsminister sowie zum Vizepremierminister im Kabinett Johansen I ernannt. Bei der Wahl 1995 trat er nicht erneut an. Stattdessen erhielt er das neugeschaffene Amt des Ombudsmanns des Parlaments, bevor er im Jahr darauf von Vera Leth abgelöst wurde. Mit 50 Jahren war er um 1993 an Alzheimer erkrankt.

Am 17. Juni 1989 heiratete er die Schuldirektorin Kirsten M. V. Bitsch (* 1946), Tochter des Lehrers Peter Bitsch († 1979) und seiner Frau Ellen. Aus der Ehe stammt die Politikerin Maliina Abelsen (* 1976).

Er war Ritter des Dannebrogordens. Am 4. Februar 1997 erhielt er zudem den Nersornaat in Silber. Er erlag seiner Krankheit 2005 im Alter von 61 Jahren.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 2001/02. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 2001, ISBN 978-87-89685-16-8, S. 5.
  2. 1 2 Mindeord. Kristeligt Dagblad (11. Februar 2005).
  3. 1 2 3 Kurt Kristensen: Maliina Abelsen kigger nøje på soldaterbilleder på Narsarsuaq Museum: Er du min amerikanske farfar? Sermitsiaq.AG (7. August 2026).
  4. ↑ Helle Nørrelund Sørensen: Det er slut med at lukke øjnene. Information (18. Januar 2012).
  5. ↑ Jan René Westh: Grønlands fortjenstmedalje Nersornaat. In: Jan René Westh (Hrsg.): Ordenshistorisk Tidsskrift. Nr. 36. Ordenshistorisk Selskab, Dezember 2010, ISSN 0904-5554, S. 12.
Personendaten
NAME Abelsen, Emil
ALTERNATIVNAMEN Abelsen, Eli Peter Emil (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG grönländischer Politiker (Siumut)
GEBURTSDATUM 29. Juli 1943
GEBURTSORT Qaqortoq
STERBEDATUM 6. Februar 2005
STERBEORT Nuuk