Emil Buchar (* 4. August 1901 in Bad Bielohrad, Königreich Böhmen/Österreich-Ungarn; † 20. September 1979 in Příbram, Okres Příbram, Tschechoslowakei) war ein tschechoslowakischer Astronom, Geodät und Entdecker eines Asteroiden.
Während seines Studiums interessierte er sich schon für Himmelsmechanik. Nach seinem Astronomiestudium an der Karls-Universität in Prag promovierte er 1927 in Naturwissenschaften. Danach ging er an das Observatoire astronomique de Bouzareah.
Er entwickelte das nationale geodätische Netzwerk und leistete Pionierarbeit in der Satellitengeodäsie, was zur Entwicklung von Sputnik 1 und Sputnik 2 beitrug. Aus der Variation des Apogäumwerts der Satellitenbahnen folgerte er die Zerstörung an den Erdpolen.
Er war seit 1952 Mitglied der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften. Er war Mitglied der COSPAR, IAF, IAU und IAG.
Nach ihm ist der Asteroid (3141) Buchar benannt.
| Asteroid | Asteroidentyp | Entdeckungsdatum | Provisorische Bezeichnung(en) |
|---|---|---|---|
| (1055) Tynka | Innerer Asteroidengürtel | 17. November 1925 | 1925 WG; A902 TB |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Buchar, Emil |
| KURZBESCHREIBUNG | tschechoslowakischer Astronom und Geodät |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1901 |
| GEBURTSORT | Lázně Bělohrad, Königreich Böhmen, Österreich-Ungarn |
| STERBEDATUM | 20. September 1979 |
| STERBEORT | Příbram, Okres Příbram Tschechoslowakei |