

Emil Ferdinand Tiedemann (* vor 1858; † wohl 1892) war ein deutscher Fotograf. Er führte von 1859 bis 1892 ein Atelier in Bremen und besaß in Brake, Braunschweig, Dessau und Hannover Filialen.
Tiedemann ist erstmals 1857 als „Daguerreotypist“ in Bremen nachweisbar, er heiratete 1858 Anna Christine Herzog aus der gleichnamigen Bremer Fotografenfamilie und übernahm 1859 das Atelier des Johannes Carl Herzog am Richtweg 12. Es bestand dort bis 1892. Mehrere Filialen blieben über diesen Zeitpunkt hinaus unter seinem Namen bestehen: Bekannt sind Ateliers in Brake an der Weser, Braunschweig und Hannover. Ihre Kundschaft fanden diese Ateliers vor allem in der Oberschicht, mehrfach wurden Tiedemann und seine Nachfolger von verschiedenen regierenden Häusern mit dem Titel „Hoflieferant“ ausgezeichnet.
Nach seinem Tod führte seine Witwe Anna Tiedemann das Bremer Atelier nur wenige Monate weiter, 1893 wird es von der Firma „Müller & Pilgram, E. Tiedemann Nachf.“ übernommen. Anna Tiedemann übernahm spätestens 1897 die Filiale in Hannover, die sich später in der Georgstraße 14 befand und bald darauf von dem Fotografen Edmund Lill übernommen wurde.
Im Jahr 1868 erhielt Emil Tiedemann auf der „zweiten Ausstellung photographischer Arbeiten“ in Hamburg eine „Silberne Medaille“ für Porträts. Im selben Jahr wurde ihm in Bremen eine silberne Medaille verliehen. 1876 erhielt er sowohl das „Goldene Kreuz“ der Stadt Utrecht als auch eine Auszeichnung der Lutherstadt Eisenach in Thüringen und in Sydney.
Emil Tiedemann war Hoffotograf
Außer dem Atelier in Bremen sind folgende Filialen bekannt:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tiedemann, Emil |
| ALTERNATIVNAMEN | Tiedemann, Emil Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher (Hof-)Fotograf |
| GEBURTSDATUM | vor 1858 |
| STERBEDATUM | vor 1897 |