Emilio Teza

Emilio Teza

Emilio Teza (* 24. September 1831 in Venedig; † 30. März 1912 in Padua) war ein italienischer Romanist, Indogermanist, Orientalist, Philologe, Linguist, Literaturwissenschaftler und Übersetzer.

Leben und Werk

Teza, zuerst Bibliothekar – zunächst an der Biblioteca Marciana in seiner Heimatstadt, dann an der Biblioteca Laurenziana in Florenz –, war ab 1860 Ordinarius an der Universität Bologna, später in Pisa und Padua.

Teza publizierte kein bedeutendes Buch, sondern zahlreiche kürzere gelehrte Arbeiten aus den verschiedensten Bereichen der Sprach- und Literaturwissenschaft betreffend alle Kontinente und viele Sprachen (vom Sanskrit über das Koptische bis zu den Kreolsprachen). Er übersetzte aus mehreren Sprachen (u. a. Goethes Hermann und Dorothea) und unterhielt eine weitgespannte Korrespondenz mit Gelehrtenkollegen aus dem In- und Ausland.

1886 wurde er in die Accademia della Crusca in Florenz aufgenommen, ab 1891 war er Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei.

Werke (Auswahl)

Briefwechsel (carteggi)

  • Epistolario de Rufino José Cuervo y Emilio Teza, hrsg. von Ana Hauser und Jorge Páramo Pomareda, Bogotá 1965
  • Carteggio G. I. Ascoli-E. Teza, hrsg. von Rita Peca Conti, Pisa 1978
  • Ivan Seidl, Jaroslav Vrchlický a Emilio Teza v kontextu česko-italských literárních a kulturních vztahů, Brno 1988
  • A correspondência entre Joaquim de Araújo e Emilio Teza, 1895–1910. Espólios da Biblioteca Nazionale Marciana, de Veneza, hrsg. von Manuel G. Simões, Lissabon 1998

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Mitgliederliste der Crusca
  2. ↑ I Lincei del passato: Emilio Teza. Accademia Nazionale dei Lincei, abgerufen am 22. Oktober 2026 (italienisch).