Emma Kappis war die Tochter von Albert Kappis, einem württembergischen Lithographen und Landschaftsmaler, und Friederike Kolb. Die beiden unternahmen 1874 ihre Hochzeitsreise nach Venedig, bis Albert Kappis 1880 eine Professur für Landschaftsmalerei an der Königlichen Kunstschule Stuttgart erhielt.
Emma Kappis war Ehefrau des Stuttgarter Ministerialdirektors Otto Bechtle. Seit ihrer Heirat in der Stuttgarter Schlosskirche am 3. Advent 1896 nannte sie sich Emma Bechtle-Kappis. Sie lebte in Stuttgart-Degerloch und später in der Sonnenbergerstr. 8 (heute Sonnenbühl) in einem Haus, das zuvor die Malerinnen Anna, Pietronella und Ida Peters bewohnt hatten.
Eine lebenslange Freundschaft verband sie mit der Malerin Elise Daimler.
Ausstellungen (unvollständig)
1925: Große Schwäbische Kunstschau des Künstlerbundes Stuttgart
1927: Glaspalast München.
1932: Dritte Ausstellung der Juryfreien Künstlervereinigung Stuttgart mit Sonderausstellung „Das Bild im Raum“ auf dem Interims-Theaterplatz, Stuttgart.
1934: München, Neue Pinakothek („Süddeutsche Kunst in München“)
1934: München, Palais Carl Theodor („Der Deutsche und seine Heimat“ der Künstlergemeinschaft „Kunst für alle“)
Folgende Ölgemälde waren auf Ausstellungen vertreten, der Verbleib ist jedoch unbekannt: Alte Bauernküche, Stilleben, Blumenstück, Vom Bodensee, Bildnis Herr K.
Das Bild Stilleben mit Blumen und Krug, eine Gouache auf Zeichenkarton von 1930, wurde in einer Auktion angeboten. Ebenso die Bilder Geranien und Frühlingsblumen in der Vase.
Literatur
Willy Oskar Dressler:Dresslers Kunsthandbuch. Ein Nachschlagebuch für deutsche bildende und angewandte Kunst. 9. Auflage. Band2. Verlag Carl Curtius, Berlin 1930, OCLC1005871361, S.27.
Bechtle-Kappis, Emma. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts.Band1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S.146 (Textarchiv– Internet Archive– Leseprobe).
Gert K. Nagel:Schwäbisches Künstlerlexikon. Vom Barock bis zur Gegenwart. München 1986, ISBN 978-3-921811-36-8.
Monika Spiller:Bechtle-Kappis, Emma. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 8, Saur, München u.a. 1993, ISBN 3-598-22748-5, S.125.
Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band1. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-94192-4.
Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band2. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-94192-4.
↑Ulla Heise:Kappis, Albert. In: Allgemeines Künstlerlexikon. BandLXXIX. K. G. Saur, 2013, S.313.
↑Wolfgang Kermer:Daten und Bilder zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Verbesserter Sonderdruck aus: Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Edition Cantz, Stuttgart 1988.
123456Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band2, 1999, S.31.
123Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band2, 1999, S.336.
↑Münchner Künstler-Genossenschaft:Münchener Kunstausstellung 1927 im Glaspalast: 1. Juni bis 3. Oktober 1927. S.35.
↑Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band1. Klett-Cotta, 1999, S.55-165.
↑Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band2, 1999, S.184.
↑Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band2, 1999, S.312.