Emma Joos war die Tochter des Stuttgarter Notars Georg Joos und seiner Ehefrau Magdalene Sofie geb. Steinhilber. Sie wuchs im „traditionellen Milieu des altwürttembergischen Protestantismus“ auf. Große Bescheidenheit, fast Askese, prägte ihren Lebensweg. Ihre Mutter verstarb früh, der Vater heiratete ein zweites Mal. Emma Joos selbst blieb ledig.
Nach dem Ersten Weltkrieg konnte sich Joos nur mit sehr sparsamem Verhalten über Wasser halten.
Von 1928 bis zu ihrem Tod im Jahre 1932 bewohnte Joos eine Atelierwohnung in dem Vereins-, Atelier- und Ausstellungsgebäude des Württembergischen Malerinnenvereins in der Eugenstraße 17 in Stuttgart. Sie starb vermutlich in Jena, wurde aber auf dem Pragfriedhof in Stuttgart im Familiengrab beerdigt.
Emma Joos war die ältere Halbschwester des Physikers Georg Joos.
Ganz im Sinne des Impressionismus malte Joos häufig in der freien Natur vor dem Motiv und nicht im Atelier. In ihren Arbeiten waren Landschaften ein zentrales Thema. Der momentane Eindruck, die Lichtverhältnisse und „das, was man sieht“ waren wichtig. Joos erlernte Lithografie bei Alexander Eckener und schuf zahlreiche Bäume – ein Lieblingsmotiv der Künstlerin – in Schwarzweiß.
Die Werkstatt der Kunst. Organ für die Interessen der bildenden Künstler. BandXI, Nr.31, 1912, ISSN2566-9575, S.427.
Gert K. Nagel:Joos, Emma. In: Schwäbisches Künstlerlexikon: Vom Barock bis zur Gegenwart. München 1986, ISBN 978-3-921811-36-8.
Heinrich Rummel:Die "Holzmacherin aus Abtsgmünd", die Malerin Emma Joos (1870-1932). In: Ostalb-Einhorn. Band19, 1992, ISSN0170-6799, S.294.
Walburga Falkenstein:Erinnerungen an Emma Joos. In: Ostalb-Einhorn. Band19, 1992, ISSN0170-6799, S.295–296.
Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band1. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-94192-4.
Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band2. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-94192-4.
Joos, Emma. In: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon - Internationale Künstlerdatenbank - Online. K. G. Saur, Berlin / New York 2009.
Gabriele Katz:Stuttgarter Damenklasse. Künstlerinnen auf dem Weg in die Moderne. G. Braun, Karlsruhe 2013, ISBN 978-3-7650-8428-7, S.34–39.
Hartmut Härer: Emma Joos. In: Michael C. Maurer, Isabell Schenk-Weininger (Hrsg.): Schwäbische Impressionistinnen. Katalog der Ausstellungen in Schloss Achberg und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Kulturhäuser Landkreis Ravensburg, Kunst und Kultur Schloss Achberg, Ravensburg 2024, ISBN 978-3-944685-20-5, S. 106–111, Biografie: S. 157.
12Evangelisches Kirchenbuch Weinsberg, Taufen, Nr. 17/1882. Scan des Original-Dokuments eingesehen auf ancestry.de am 16. Februar 2021.
↑Das Geburtsjahr wird in der Literatur teilweise mit 1970, als Geburtsort wird auch Stuttgart angegeben. Beides ist laut Geburtsurkunde und Grabinschrift falsch.
↑Als Sterbeort wird in der Literatur auch Jena angegeben. Vermutlich ist Emma Joos in Jena gestorben, was noch nicht 100%ig belegt werden konnte. Ihr Grab befindet sich jedoch in Stuttgart.
123456Gabriele Katz:Stuttgarter Damenklasse. Künstlerinnen auf dem Weg in die Moderne. G. Braun, Karlsruhe 2013, ISBN 978-3-7650-8428-7, S.34–39 (dort ältere Literatur).
123Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band2, 1999, S.85.
Edith Neumann:Künstlerinnen in Württemberg. Band1, 1999.