Im Jahr 1869 war Emma Plan[c]k die einzige Frau unter den damals 120 Mitgliedern des Berliner Bezirks-Vereins Deutscher Photographen und betrieb ein photographisches Atelier in der Werderstraße 8.
Ab 1870 wohnte Emma Planck in der Via Avignonesi 70 in Rom. An der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung 1880 in Düsseldorf, wo sie Mitte der 1880er Jahre neben Laura Lasinsky als eine von zwei Berufsfotografinnen ansässig war, beteiligte sie sich mit „Photographische[n] Studien nach der Natur“ und erhielt dafür eine silberne Ausstellungsmedaille.
In Rom zählten die Malerinnen Charlotte Popert und Helene Richter zu ihren Freundinnen. Über ihr Leben in Rom und ein Kinderporträt ihrer Freundin Helene Richter schrieb Planck 1874 in einem Beitrag für die Zeitschrift Die Gartenlaube. Die Malerin Sabine Lepsius, die Emma Planck um die Jahrhundertwende in einem römischen Atelierhaus begegnete, beschrieb die Künstlerin als „als höchst originelle, hinkende Alte (…), eine Gestalt, wie sie sich nur in Rom erhalten konnte. Sie tat von Zeit zu Zeit geistvolle Aussprüche, rauchte von früh bis spät Zigaretten und war schrecklich unordentlich.“ 1907 feierte die deutsche Künstlerkolonie in Rom ihren 70. Geburtstag festlich.
Ihre Grabstätte liegt auf dem Protestantischen Friedhof von Rom (Grabstelle 1392). Diese teilt sie mit ihrer Freundin Charlotte Popert.
Literatur
Lilly Hauff: Der Lette-Verein in der Geschichte der Frauenbewegung. Eine Chronik J. Jastrow, Berlin 1928, S. 45, 93.
↑Bodo von Dewitz: Das Agfa-Foto-Historama im Wallraf-Richartz-Museum/Museum Ludwig der Stadt Köln. Museum Ludwig, Köln 1986, S. 121
↑Der Bazar, XIII. Jahrgang, Ausgabe Nr. 28 vom 23. Juli 1867 (Digitalisat) und Der Bazar, XIII. Jahrgang, Ausgabe Nr. 22 vom 8. Juni 1867 (Digitalisat)
↑Maria (Marie) Gubitz war ab 1866 Mitglied im Ausschuss des Lette-Vereins. – Jenny Hirsch: Festschrift zur 25jährigen Jubiläumsfeier des Lette-Vereins. 1866–1891. Berlin 1891, S. 114 (Google Books)
↑Photographische Mittheilungen. Zeitschrift des Deutschen Photographen-Vereins. Herausgegeben von Dr. Hermann Vogel. Fünfter Jahrgang. (No. 49-60 der ganzen Reihenfolge.) Berlin, Louis Gerschel Verlagsbuchhandlung. 1869, A. W. Schade's Buchdruckerei (L.Schade) in Berlin, S. 156 (Nr. 89), (Digitalisat)
↑Friedrich Noack: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 454 (Digitalisat)
↑Adressbuch aller Länder der Erde. Band 7: Rheinpreussen, Luxemburg und Birkenfeld. Verlag von C. Leuchs & Co., Nürnberg 1885, S. 629 (Google Books)
↑Officieller Katalog der Gewerbe-Ausstellung in Düsseldorf 1880. Zweite Auflage, Düsseldorf 1880, S. 151, Nr. 2031 (Digitalisat)
↑Düsseldorfer Volksblatt, Ausgabe Nr. 265 vom 2. Oktober 1880 (Digitalisat)