Das Ostmünsterland (auch: Emssandebene oder Sandmünsterland) ist eine naturräumliche Haupteinheit der Haupteinheitengruppe Westfälische Bucht in Nordrhein-Westfalen, zu einem kleinen Teil auch in Niedersachsen. Sie schließt südlich an den Teutoburger Wald an und umfasst die überwiegend sandigen Flächen am Oberlauf der Ems bis unmittelbar oberhalb Rheines und dem der Lippe bis einschließlich Lippstadt sowie die an deren je rechtsseitigen Zuflüssen.
Entgegen der Namensgebung gehört nur etwa die Hälfte der Fläche des Ostmünsterlandes zum historischen Münsterland, an dessen Kernland es sich überdies eher nordöstlich als östlich anschließt.
Benachbarte Naturräume innerhalb der Westfälischen Bucht sind die Hellwegbörden im Südosten, das Kernmünsterland im Süden und Südwesten sowie das Westmünsterland im Nordwesten.
Der Naturraum liegt somit annähernd zur Hälfte außerhalb der historischen Landschaft Münsterland, weshalb die Bezeichnungen Ost- bzw. Sandmünsterland unter Umständen zu Verwechslungen führen könnten. Andererseits ist auch die Bezeichnung Emssandebene irreführend, da auch der Oberlauf der Lippe bis einschließlich Lippstadt nebst dessen rechtsseitigem Einzugsgebiet im Naturraum liegen.
↑Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise) - Kartendienst „Schutzgebiete“ macht die Grenzen der Haupteinheitengruppe („Naturräume“) und der Haupteinheiten einblendbar, der etwas gröbere Kartendienst „Landschaften“ unterteilt die Naturräume noch etwas feiner.