
Engageantes (frz. etwa Verlockungen) waren als Abschluss separat an den Ärmeln von Frauenkleidern angesetzte Volants aus Spitze, Batist oder Musselin. Sie waren in Europa in der adeligen Damenkleidung zwischen 1680 und 1770 und in der bürgerlichen Damenmode zwischen 1848 und 1870 verbreitet.

Vorläufer der Engageantes waren im 17. Jahrhundert „Spitzenärmel“ aus Nadelspitze, die eigene Kleidungsstücke darstellten. Engageantes wurden hingegen an die Ärmel des Unterkleids bzw. Unterhemds oder auch an den Pagodenärmeln des Obergewandes geheftet oder angeknöpft. Es gab sie in einfacheren Ausführungen mit wenigen Lagen, oder aus wertvollen Materialien wie Tüllspitze in bis zu fünf Lagen pagodenartig übereinander aufgereiht. Sie wurden auf Fasson gearbeitet, das heißt, sie waren am Außenarm schmaler und am Innenarm breiter.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kehrte die Mode der Pagodenärmel mit Engageantes noch einmal kurz zurück.