Engelbert Friedhoff

Engelbert Friedhoff

Engelbert Bernhard Friedhoff (* 25. Februar 1920 in Lüdinghausen; † 17. August 2008 in Wipperfürth) war ein deutscher Chirurg und Pionier des Notarzt- und Rettungswesens.

1. Rettungswagen der Stadt Köln

Leben

Engelbert Friedhoff wurde als zweiter Sohn des Landarztes Theodor Friedhoff und dessen Ehefrau Elisabeth Friedhoff geb. Schilling in Lüdinghausen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und Rektoratsschule in Lüdinghausen und des humanistischen Gymnasiums in Bingen machte er 1938 sein Abitur. Nach Ableistung des Arbeitsdienstes wurde er 1938 Soldat in Bielefeld. Nach der Rekrutenzeit wurde er zur militärärztlichen Akademie Pépinière nach Berlin versetzt. An der Friedrich-Wilhelm-Universität begann er das Medizinstudium. 1941 machte er sein Physikum und absolvierte das klinische Studium an den Universitäten Bonn, Münster und Berlin. 1944 bestand er in Berlin sein drittes Staatsexamen und erhielt die Approbation.

Von 1948 bis 1961 war er als Assistenzarzt von Victor Hoffmann, dem damaligen Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Köln, und mit dem norwegischen Anästhesisten Sverre Loennecken (1917–1973) an der Bereitstellung des ersten geregelten „Notfallarztwagen“ in der Bundesrepublik beteiligt. Dieses Projekt wurde später als „Kölner Modell“ bezeichnet.

Friedhoff war von 1961 bis 1986 Chefarzt der Chirurgischen Abteilung und Ärztlicher Direktor am St. Antonius Krankenhaus Köln.

1999 wurde er für seinen „Einsatz im Rettungswesen und als einer der Pioniere des Notarztwesens“ mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Engelbert Friedhoff war seit 1947 mit Margit Friedhoff geb. Spickernagel verheiratet. Sie hatten drei Kinder.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ 60 Jahre Notarztdienst auf kohlhammer-feuerwehr.de, Juli 2017, abgerufen am 26. Februar 2026.
  2. ↑ Narkose (Memento vom 29. August 2009 im Internet Archive), Uniklinik Köln
  3. ↑ Geehrt. In: Deutsches Ärzteblatt. 5. März 1999