Typusart ist Ophion adustusHaller, 1885. Da der Holotypus von Ophion adustus verschollen war, führten Broad & Shaw (2016) einen Neotypus ein. Es wurden in den letzten Jahren einerseits mehrere Arten synonymisiert, aber auch aufgrund molekularbiologischer Studien bestehende Arten aufgeteilt mit der Folge neu beschriebener Arten. Die Gattung wird in mehrere Artengruppen gegliedert. In Deutschland ist die Gattung Enicospilus mit mindestens 6 Arten vertreten, darunter E. adustus, E. combustus, E. merdarius, E. ramidulus, E. repentinus und E. undulatus.
Merkmale
Die Mandibeln der Schlupfwespen sind stark verschmälert. Die Gattung Enicospilus weist folgende diagnostische Merkmale bezüglich der Vorderflügel auf. Die Diskosubmarginalzelle reicht über die Flügelader 2m-cu hinaus. Die transparente (im Gegensatz zum Rest des Flügels frei von Borsten) ovale Zone innerhalb der Diskosubmarginalzelle weist je nach Art bis zu drei Sklerit-Einschlüsse auf. In der zweiten subdiskalen Zelle 3Cu befindet sich eine „unechte“ Flügelader, die nahe dem Flügelhinterrand verläuft. Die Flügelader r-rs, die vom Pterostigma abzweigt, ist gewunden. Ein Ramellus (Nervenast) am hinteren Rand der Diskosubmarginalzelle ist nicht vorhanden.
Lebensweise
Die Schlupfwespen der Gattung Enicospilus sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Es handelt sich um solitäre koinobionte Endoparasitoide relativ großer Schmetterlingsraupen.
Systematik und Verbreitung
Die artenreiche Gattung umfasst mehr als 700 rezente beschriebene Arten. Die Gattung besitzt eine kosmopolitische Verbreitung mit einem Schwerpunkt in den Tropen.
1234Genus Enicospilus.In:bugguide.net.Iowa State University, Dept. of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology,abgerufen am 17.Mai 2025(englisch).