Enver Akova (* 1935 in Gemerek, Provinz Sivas; † 31. August 1995 in Istanbul) war ein türkischer Politiker der Adalet Partisi (AP), der unter anderem zwischen 1978 und 1979 Staatsminister im Kabinett Ecevit III war.
Enver Akova, Sohn von Fehmi und Kıymet Enver Akova, war Absolvent des Höheren Islamischen Instituts Istanbul sowie der Islamischen Universität Libyen. Er war als Fachmann für Tafsir und Hadith Inspektor des Präsidiums für Religionsangelegenheiten DİB (Diyanet İşleri Başkanlığı) sowie Mufti von Sivas. Bei der Parlamentswahl 1969 wurde er für die Gerechtigkeitspartei AP (Adalet Partisi) erstmals zum Mitglied der Nationalversammlung TBMM (Türkiye Büyük Millet Meclisi) gewählt und vertrat in dieser in 14. (12. Oktober 1969 bis 14. Oktober 1973), 15. (14. Oktober 1973 bis 5. Juni 1977) und 16. Legislaturperiode (5. Juni 1977 bis 12. September 1980) die Provinz Sivas. Während seiner Parlamentszugehörigkeit war er zeitweilig Mitglied des Präsidialrates.
Ende 1977 kam es zum Güneş-Motel-Vorfall (Güneş Motel Olayı), ein Ereignis, bei dem elf Abgeordnete der Gerechtigkeitspartei, die bei den Parlamentswahlen am 5. Juni 1977 ins Parlament eingezogen waren, zurücktraten und die Republikanische Volkspartei CHP (Cumhuriyet Halk Partisi) unterstützten. Diese Abgeordneten stimmten für das Misstrauensvotum gegen die fünfte Regierung von Süleyman Demirel, woraufhin die meisten von ihnen nach einem Vertrauensvotum unter Bülent Ecevit Minister in der 42. Regierung wurden. In diesem Kabinett Ecevit III bekleidete Akova daraufhin vom 5. Januar 1978 bis zum 31. Mai 1979 den Posten eines Staatsministers (Devlet Bakanı).
Enver Akova war verheiratet und Vater von zwei Kindern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Akova, Enver |
| KURZBESCHREIBUNG | türkischer Politiker (AP) |
| GEBURTSDATUM | 1935 |
| GEBURTSORT | Gemerek, Provinz Sivas |
| STERBEDATUM | 31. August 1995 |
| STERBEORT | Istanbul |