Half-Life 2: Episode One

Half-Life 2: Episode One
Zählt zur Reihe Half-Life
Entwickler Valve
Publisher Valve
Veröffentlichung Windows
1. Juni 2006

Xbox 360
Nordamerika 10. Oktober 2007
Europa 19. Oktober 2007
AustralienAustralien 25. Oktober 2007

PlayStation 3
Nordamerika 11. Dezember 2007
Europa 14. Dezember 2007
AustralienAustralien 20. Dezember 2007

macOS
26. Mai 2010

Linux
9. Juni 2013

Plattform Windows, Linux, Xbox 360, PlayStation 3, macOS
Spiel-Engine Source
Genre Ego-Shooter
Thematik Science Fiction
Spielmodus Einzelspieler
Medium DVD-ROM, Download
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK
USK ab 18
USK ab 18
PEGI
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Gewalt
Information Deutsche Version geschnitten

Half-Life 2: Episode One ist ein Ego-Shooter, der von Valve entwickelt und 2006 erstmals veröffentlicht wurde. Er war der erste Teil in einer geplanten Trilogie kürzerer episodischer Spiele, die die Geschichte von Half-Life 2 (2004) fortsetzen. Episode One war bis 2024 eine Standalone-Erweiterung, was bedeutet, dass Half-Life 2 zum Spielen nicht benötigt wurde, ist aber seitdem integraler Bestandteil. Mit Episode Two erschien 2007 eine Fortsetzung, die ebenfalls 2024 in Half Life 2 integriert wurde.

Entwicklung und Technik

Das Spiel bedient sich vieler Neuerungen der Source Engine, die bereits im Demolevel Lost Coast vorgestellt wurden. So bietet Episode One High Dynamic Range Rendering (HDRR) und ein erweitertes Charakter-Animationssystem. Zudem gibt es einen optionalen Commentary Mode, mit dem man Kommentare der Entwickler zu bestimmten Stellen im Spiel anhören kann.

Der Arbeitstitel des Spiels lautete Half-Life 2: Aftermath und wurde später in Half-Life 2: Episode One abgeändert. Gabe Newell gab in einem Interview an, dass für diese Reihe der Name Half-Life 3 passender wäre, jedoch schlussendlich nicht gewählt wurde.

Handlung

Episode One knüpft direkt an das Ende von Half-Life 2 an. Der „Dunkle-Materie-Reaktor“ des Teleporters explodiert, jedoch werden Alyx und Gordon Freeman durch Vortigaunts vor dem Zugriff des G-Mans gerettet.

Spielverlauf

Ende

Episode One endet damit, dass Alyx und Gordon mit dem Zug aus City 17 fliehen, als der Reaktor der Zitadelle endgültig explodiert. Nur Sekunden vor der Explosion wird die Übertragung zur Combine-Dimension versendet, während unzählige Raumschiffe und Advisors die Zitadelle verlassen und in sämtliche Richtungen ausschwärmen. Das letzte, was der Spieler sieht, ist die Schockwelle der explodierenden Zitadelle, die den Zug schließlich einholt.

Figuren

In Episode One sind alle Figuren aus Half-Life 2 vertreten. Allerdings trifft man nur Alyx, Barney und Dog persönlich. Die restlichen Personen machen im Verlauf des Spiels indirekt auf sich aufmerksam.

Im Commentary Mode (Kommentar-Modus) erfährt man, dass dies ganz bewusst so gemacht wurde, um dem Spieler zu zeigen, dass alle Personen, auch Lamarr, die Explosion der Zitadelle überlebt haben, ohne dass sie aktiv in der Handlung vorkommen müssen. Auf diese Weise soll Episode One und die Rolle der Figuren realistischer wirken, da man nicht jedem Protagonisten „zufällig“ über den Weg läuft. Lediglich bei Dr. Breen bleibt es unklar, ob er noch lebt, da es sich bei seiner Videosequenz um eine Aufzeichnung handelt.

Soundtrack

Der Soundtrack für Episode One wurde von Kelly Bailey komponiert. Musik ist sparsam im Spiel eingesetzt und erklingt nur bei wichtigen Entwicklungen der Hintergrundgeschichte, zudem werden große Kämpfe und Begegnungen mit neuen Feinden untermalt.

  1. „Disrupted Original“ – 1:18
  2. „Combine Advisory“ – 1:54
  3. „Guard Down“ – 1:39
  4. „Darkness at Noon“ – 0:56
  5. „Self Destruction“ – 2:00
  6. „Eine Kleiner Elevatormuzik“ – 1:18
  7. „What Kind of Hospital Is This?“ – 3:04
  8. „Infraradiant“ – 4:37
  9. „Decay Mode“ – 3:06
  10. „Penultimatum“ – 2:49

Rezeption

Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic87/100
Wertungsspiegel
PublikationWertung
GameStar84/100
PC Action85 %
PC Games87/100

Für Heinrich Lenhardt von PC Games sei Episode 1 ein kurzweiliger Shooter. Valve liefere technisch und spielerisch Spitzenqualität. Es handele sich um einen hochkonzentrierten Remix des Hauptspiels, der die besten Teile übernehme und neue Ideen einbringe. Fabian Siegismund von GameStar betonte die Kürze des Spiels und kritisierte den Cliffhanger zum Ende. Ralph Wollner von PC Action gab sich enttäuscht, da außer neuen Levels keinerlei spielerische Neuerungen enthalten seien.

Verfilmung

Die kanadischen Purchase Brothers produzierten die zweiteilige Fanverfilmung Half-Life: Escape from City 17. Der erste Teil erschien im Februar 2009 und erzählt parallel zu den Ereignissen von Episode One von der Flucht zweier Kämpfer des Widerstands aus City 17. Der mit einem Budget von 500 C$ produzierte Kurzfilm wurde von Valve für seine hohe Produktionsqualität gelobt. Der zweite Teil wurde im August 2011 veröffentlicht.

Einzelnachweise

  1. ↑ Half-Life 2, Half-Life 2: Episode One and Half-Life 2: Episode Two Beta Released. In: Steam. 9. Mai 2013, abgerufen am 26. Juni 2014 (englisch).
  2. ↑ Tom Bramwell: Opening the Valve. Interview mit Gabe Newell. In: Eurogamer. 8. September 2007, abgerufen am 31. Oktober 2024 (englisch).
  3. ↑ Half-Life 2: Episode One. In: Metacritic. Abgerufen am 31. Oktober 2024 (englisch).
  4. 1 2 Fabian Siegismund: Half-Life 2: Episode 1 im Test - Der Ego-Shooter geht in kleinen Häppchen weiter. In: GameStar. 4. Juni 2006, abgerufen am 31. Oktober 2024 (deutsch).
  5. 1 2 Ralph Wollner/Heinrich Lenhardt: Hey, hier kommt Alyx. In: PC Action. August 2006, S. 84–89 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. 1 2 Heinrich Lenhardt: Half-Life 2: Episode One. In: PC Games. Juli 2006, S. 76–81 (pcgames.de).
  7. ↑ Half-Life: Escape from City 17 - Part One. 12. Februar 2009, archiviert vom Original am 20. Februar 2009; abgerufen am 3. Januar 2013.
  8. ↑ Steam News. Valve Corporation, 13. Februar 2009, archiviert vom Original am 9. September 2017; abgerufen am 3. Januar 2013.
  9. ↑ Half-Life: Escape from City 17 - Part Two. 24. August 2011, archiviert vom Original am 27. August 2011; abgerufen am 3. Januar 2013.