| Haymans Kleiner Epaulettenflughund | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Epomophorus intermedius | ||||||||||||
| Hayman, 1963 |

Haymans Kleiner Epaulettenflughund (Epomophorus intermedius) ist ein seltenes Fledertier in der Gattungsgruppe der Epaulettenflughunde das im südwestlichen Afrika verbreitet ist. Bis zum Jahr 2019 wurden nur ein Männchen und vier Weibchen dokumentiert. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung von Dundo im Nordosten von Angola. Die Art wurde zeitweilig in einer Gattung Micropteropus geführt, die nicht mehr gültig ist.
Das Tier zählt mit einem Gewicht von 35 bis 40 g zu den kleinsten Mitgliedern der Gattung Epomophorus. Die Körperlänge wurde nicht registriert. Das Männchen hatte 58 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 16 mm Länge, einen 3 mm langen Schwanz und 15 mm lange Ohren. Bei den Weibchen wurden 57 bis 67 mm lange Unterarme, 17 bis 18 mm lange Hinterfüße, ein Schwanz von etwa 5 mm Länge und 14 bis 17 mm lange Ohren gemessen. Kennzeichnend sind ein runder Kopf mit einer gedrungenen Schnauze und mit sehr großen Augen. Die Haut der Ohren ist braun und davor sowie dahinter liegt ein heller Fleck. Das Männchen trägt weißes Fell an den Schultern, was an Epauletten erinnert. Bei Weibchen gibt es keine Farbunterschiede zum umliegenden Fell, jedoch ist das Schulterhaar mehr gekräuselt. Die Haare des weichen Fells der Oberseite sind an den Wurzel sepiafarben und an den Spitzen wie bei einem Rehkitz gefärbt. Das hellbraune Fell der Unterseite wird zu den Seiten hin dunkler. Haymans Kleiner Epaulettenflughund besitzt hellbraune Flughäute, wobei die Schwanzflughaut schmal ist, und eine Putzkralle am zweiten Finger. Die Fersensporne (Calcar) besitzen keine auffälligen Merkmale. Verglichen mit anderen Gattungsvertretern hat das Tier eine mehr kugelförmige Hirnschale. Auf dem Gaumen befinden sich sechs Querwülste, wobei die hinteren fünf eine breite Lücke aufweisen. Zwei der vorderen Wülste sind unscheinbar.
Neben dem Fund aus Angola gibt es Nachweise in den Umgebungen von Kananga, Banana und Mbanza-Ngungu in der Demokratischen Republik Kongo. In der Region gibt es Savannen und fleckenartig verteilte tropische Regenwälder. Der Flughund lebt im Flach- und Hügelland bis 600 Meter Höhe.
Durch die Ähnlichkeit zu anderen Gattungsmitgliedern wird eine nachtaktive Lebensweise und eine Nahrung aus Früchten und Nektar angenommen. Ein Exemplar ruhte an einem Höhleneingang unter einem Felsüberhang. Ein Weibchen war im Monatswechsel Juni/Juli trächtig.
Die Abholzung von Wäldern wirkt sich wahrscheinlich negativ aus. Etwas weiter südlich gibt es ähnliche und von Menschen weniger genutzte Habitate, doch ob diese vom Flughund bewohnt werden, ist unbekannt. Zu den genauen Bedürfnissen der Art und zur Populationsgröße gibt es keine Informationen. Die IUCN listet das Tier mit unzureichende Datenlage (data deficient).