Ein Ergonym ist in der Namenkunde ein Eigenname, der Organisationen, Güter und Kunstwerke benennt. Dazu zählen u. a. Namen von Versammlungen, Institutionen, Unternehmen, Marken, Produkte, Dienstleistungen und materielle und geistige Werke.
Der Begriff wurde 1978 von der russischen Linguistin Natalja Wladimirowna Podolskaja (Наталья Владимировна Подольская) geprägt und leitet sich ab von altgriechisch ergon ‚Arbeit‘ und onoma ‚Name‘.
Ergonyme spiegeln gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Prozesse wider. In wirtschaftlicher Hinsicht sind Marken, Corporate Identity und Namensentwicklung Teil dieses Forschungsfeldes. Durch ihre Alltagspräsenz bieten Ergonyme einen Einblick in die Namenkunde jenseits der klassischen Namenskategorien.