Erica Zingher (* 1993 in Transnistrien, de jure Republik Moldau) ist eine deutsche Journalistin, Publizistin, Podcasterin und Moderatorin.
Zingher emigrierte mit ihrer Familie 1995 als jüdischer Kontingentflüchtling von Transnistrien nach Deutschland und wuchs als Kind eines Versicherungskaufmanns und einer Krankenschwester in Würzburg auf. Sie studierte Europäische Ethnologie und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie im Master Osteuropastudien in Hamburg.
Ihre journalistische Stationen führten sie unter anderem zu Radio Eins, zu Spiegel Daily, Spiegel Online und Zeit Online. Zingher war als Nachwuchsjournalistin Stipendiatin im Medienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung. Das Medium Magazin wählte sie in die „Top 30 bis 30“ im Journalismus für das Jahr 2020. Im Juni 2021 wurde sie für ihren Text Was wächst auf Beton? mit dem Axel-Springer-Preis in der Kategorie Silber ausgezeichnet. In ihrem Text schreibt sie über ihre persönliche Migrationserfahrung und wie sie mit ihrer Familie als jüdische Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion eingewandert waren. Thematisch beschäftigt sie sich besonders mit Osteuropa, Israel, postsowjetischer Migration, Antisemitismus, Antislawismus, Rassismus und Pressefreiheit.
Zingher war bis 2024 Redakteurin für Gesellschaft und Medien bei der taz. Weiterhin erscheint dort zweiwöchentlich ihre Kolumne „Grauzone“. Von 2024 bis 2025 setzte sie Recherchen zu Antisemitismus beim Verein democ e.V. um. Regelmäßig ist sie Host des Zeit-Podcasts Was jetzt?.
Sie arbeitet als freie Journalistin und Moderatorin in Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zingher, Erica |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche freie Journalistin und Podcasterin |
| GEBURTSDATUM | 1993 |
| GEBURTSORT | Transnistrien |