Erich Kofler (* 15. Mai 1916 in Bozen, Österreich-Ungarn; † 30. Oktober 1994 ebenda) war ein Südtiroler Schriftsteller und Heimatkundler.
Kofler war der Sohn von Josef Kofler, einem aus Kurtatsch stammenden Architekten. Die Schulzeit verbrachte Kofler in Stams, Mehrerau und Brixen. 1937 wurde er zum italienischen Militär einberufen, optierte aber 1939 für das Deutsche Reich. Im selben Jahr erschien sein erster, deutlich nationalsozialistisch geprägter Gedichtband. 1940 gab Kofler gemeinsam mit Karl Felderer, Hubert Mumelter, Franz Sylvester Weber und Carl Zangerle im Eigenverlag einen Gedichtband unter dem Titel Opfergang und Bekenntnis heraus, der neben einschlägiger „Blut und Boden“-Lyrik auch zu einem Südtiroler Optionsentscheid für NS-Deutschland aufrief. Während des Zweiten Weltkriegs diente Kofler als Offizier der deutschen Gebirgsartillerie in Finnland, wo er auch in Gefangenschaft geriet. Erst 1947 kehrte er wieder nach Südtirol zurück. In Bozen arbeitete Erich Kofler als kaufmännischer Angestellter, außerdem war er Sekretär des Südtiroler Künstlerbundes.
Kofler trat vor allem in den 1950er Jahren mit spätromantisch-kulturkonservativ eingefärbter Lyrik hervor, wobei er zunächst das Pseudonym Hans Rubeiner verwendete. Neben mehreren Gedichtbänden publizierte er auch heimatkundliche Führer und Darstellungen und war sporadischer Mitarbeiter der von Hubert Mumelter herausgegebenen Alpenpost.
1976 wurde Kofler zum Ehrenmitglied des Südtiroler Künstlerbundes ernannt.
| Personendaten | |
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| NAME | Kofler, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Schriftsteller und Heimatkundler |
| GEBURTSDATUM | 15. Mai 1916 |
| GEBURTSORT | Bozen |
| STERBEDATUM | 30. Oktober 1994 |
| STERBEORT | Bozen |