Erich Nies

Erich Nies (* 28. April 1890 in Pforzheim; † 22. Januar 1952 in Heidelberg) war ein deutscher Politiker (SPD). 1946 gehörte er der Verfassunggebenden Landesversammlung Württemberg-Baden an und war danach bis zu seinem Tod Abgeordneter des Landtags von Württemberg-Baden.

Leben und Beruf

Nies besuchte das Realgymnasium in Karlsruhe, das er mit dem Abitur abschloss. Er studierte an den Universitäten Leipzig und Heidelberg und promovierte zum Dr. phil. Er ließ sich außerdem im Bankfach und der Volkswirtschaft ausbilden und arbeitete als Bankbeamter in Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart, später als Bankarchivar bei der Deutschen Bank. Seit 1919 war er in der Gewerkschaft der Angestellten aktiv.

Politik

Nies war Mitglied der SPD. 1922 wurde er erstmals zum Stadtverordneten in Heidelberg gewählt, nach dem Krieg gehörte er von 1946 bis 1948 erneut dem Stadtrat an. Bis 1949 war er Vorsitzender der SPD Neuenheim.

1946 wurde Nies in die Verfassunggebende Landesversammlung gewählt. Im selben Jahr erfolgte seine Wahl in den Landtag, bei der Wahl 1950 wurde sein Mandat bestätigt. Im Landtag vertrat er zunächst den Wahlkreis Mosbach-Sinsheim, später den Wahlkreis Mosbach.

1949 gehörte er der ersten Bundesversammlung an, welche Theodor Heuss zum ersten Bundespräsidenten wählte.

Am 22. Januar 1952 verstarb Nies im Alter von 61 Jahren. Für ihn rückte zunächst Fritz Lingenberg in den Landtag nach, aufgrund eines Gerichtsurteils musste dieser sein Mandat an Walter Staubitz abgeben, der vor Lingenberg auf der Reserveliste des Wahlkreises Mosbach stand. Staubitz nahm nur an einer Sitzung teil, kurz darauf wurde der Landtag infolge der Gründung des Landes Baden-Württemberg aufgelöst.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Nies, Erich. Abgerufen am 12. Februar 2026.
Personendaten
NAME Nies, Erich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bankarchivar und Politiker (SPD)
GEBURTSDATUM 28. April 1890
GEBURTSORT Pforzheim
STERBEDATUM 22. Januar 1952
STERBEORT Heidelberg