Nikutowski wurde als Sohn des aus Ostpreußen gebürtigen Genre- und Schlachtenmalers Arthur Nikutowski in Düsseldorf geboren. 1880 wurde sein Vater Lehrer für Anatomie an der Kunstakademie Düsseldorf, ein Amt, das er bis zu seinem Tod im Jahr 1888 ausübte. Erich Nikutowski studierte Malerei an der Düsseldorfer Akademie unter Johann Peter Theodor Janssen und Eugen Dücker. Von 1899 bis 1921 lebte er in Kaub am Rhein, wo er im Hotel „Zum Turm“ wohnte. Dort fand der Dücker-Schüler seine Motive: Landschaften des Rheins und seiner Nebenflüsse sowie Dorf- und Stadtansichten. Die oft herbstlich und melancholisch gestimmten Bilder trugen ihm den Beinamen „Maler des Herbstes“ ein. Lithografien Nikutowskis finden sich in verschiedenen Ausgaben der Kunst- und Kulturzeitschrift Die Rheinlande und in den Steinzeichnungen deutscher Maler, die Wilhelm Schäfer 1904 herausgab.
Nikutowskis Bilder lokaler Sehenswürdigkeiten schmückten zu Beginn der 1920er Jahre auch Notgeldscheine, die im Freistaat Flaschenhals ausgegeben worden waren.
Alter Hafen von Neuss mit Blick auf St. Quirinus, um 1915Alt-DüsseldorfSommerliche Dorfansicht
Das alte Rüdesheim, 1908
Alter Hafen von Neuss mit Blick auf St. Quirinus, um 1915, Clemens-Sels-Museum, Neuss
Alt Düsseldorf
Ansicht von Neuss
Sommerliche Dorfansicht
Haus Dönhoff in Wengern mit dem Haus Mallinckrodt
Dorfkirche
Die Schnellenburg
Oberkaufungen in Hessen
Nur am Rheine will ich leben, Lithografie
Literatur
Kurt Kamlah: Erich Nikutowski. In: Düsseldorfer Nachrichten, Ausgabe vom 13. Januar 1921.
Ilna Ewers-Wunderwald: Ein Gespräch zwischen Erich Nikutowski und Hanns Harry Schmitz. In: W. Bredehorn (Hrsg.): Die deutschen Gaststätten. Bilder aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Düsseldorf 1925, S. 76.
↑Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhundert. Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1902, S. 233 (Digitalisat).
↑Rudolf Theilmann: Die Schülerlisten der Landschafterklassen von Schirmer bis Dücker. In: Wend von Kalnein: Die Düsseldorfer Malerschule. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979, ISBN 3-8053-0409-9, S. 147.
↑Vgl. etwa Jahrgang 1904, Hefte 8 und 9, Übersicht zu Kunstbeilagen und Vollbilder (Digitalisat).
↑Stephanie Zibell, Peter Josef Bahles: Freistaat Flaschenhals: Historisches und Histörchen aus der Zeit zwischen 1918 und 1923. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-7973-1144-3, S. 33
↑Michael Matzigkeit: Literatur im Aufbruch. Schriftsteller und Theater in Düsseldorf zwischen 1900–1933. Verlag Goethe-Buchhandlung Düsseldorf, Düsseldorf 1990, ISBN 978-3-92433-123-8, S. 24 f.
↑Nicole Roth: Wie modern ist die Düsseldorfer Malerschule? In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 254, 261 Fußnote 28.