
Erich Rebitzer war in den 1950ern Opfer eines österreichischen Justizirrtums.
Erich Rebitzer lebte mit seiner geschiedenen Mutter im Haus des Müllers Fochler und dessen Schwester in Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Seine Mutter und er hofften insgeheim, „später die Mühle übernehmen zu können, da Fochlers eigener Sohn Junggeselle war“. Unerwartet heiratete der Sohn Fochler
Rebitzer wurde 1951 wegen vermeintlichen dreifachen Mordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Er verbrachte 17 Jahre in der Strafanstalt Stein bei Krems, bis Gustaf Adolf Neumann nach jahrelangen Bemühungen schließlich 1966 seine Freilassung bewirkte. Rebitzers Antrag auf Entschädigung wegen Verletzung der Unschuldsvermutung nach Art. 6 Abs. 2 EMRK wurde von offizieller Seite abgewiesen mit der Begründung, er hätte den nach wie vor bestehenden Verdacht nicht zu entkräften vermocht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rebitzer, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | Opfer österreichischen Justizirrtums |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |