Erich Seefeldner

Erich Seefeldner (* 30. September 1887 in Werfen; † 25. Juli 1981 in Salzburg) war ein österreichischer Geograph, Gymnasiallehrer und Landesschulinspektor.

Leben

Der gebürtige Werfener Richtersohn Erich Seefeldner wuchs nach der Versetzung seines Vaters in Wien auf. 1906 legte er am Döblinger Humanistischen Gymnasium die Matura mit Auszeichnung ab. Im Anschluss widmete er sich dem Studium der Geographie und Geschichtswissenschaft an der Universität Wien, das er mit der Promotion zum Dr. phil. abschloss.

Nach einer Tätigkeit als Supplent an der k.k. Staatsrealschule Wien IX, gefolgt von der Teilnahme am Ersten Weltkrieg, wurde er 1920 als Gymnasialprofessor an die Realschule am Ferdinand-Hanusch-Platz nach Salzburg verpflichtet. Am 25. Mai 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.346.734). 1940 übernahm der zum Oberschulrat beförderte Seefeldner das Amt des Landesschulinspektors, 1945 wurde er in den Ruhestand versetzt.

In Anerkennung seiner Verdienste um die alpine Geomorphologie wurde Erich Seefeldner 1944 mit der Ehrenmitgliedschaft der Universität Innsbruck, 1972 mit dem Ehrendoktorat der Universität Salzburg ausgezeichnet. Der 1956 zum Korrespondierenden Mitglied der Geographischen Gesellschaft ernannte Seefeldner zeichnete verantwortlich für die klassische Grundlage der Salzburger Landschaftskunde mit seinem Hauptwerk Salzburg und seine Landschaften, eine geographische Landeskunde, erschienen 1961.

Publikationen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41010346
  2. ↑ Johannes Koll: Zuviel der Ehre? Interdisziplinäre Perspektiven auf akademische Ehrungen in Deutschland und Österreich. Wien 2019, S. 457.
Personendaten
NAME Seefeldner, Erich
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Geograph, Gymnasiallehrer und Landesschulinspektor
GEBURTSDATUM 30. September 1887
GEBURTSORT Werfen
STERBEDATUM 25. Juli 1981
STERBEORT Salzburg