Erich Stockmayer (* 22. Januar 1883 in Stuttgart; † 13. Juli 1965 ebenda) war ein deutscher Landrat.
Stockmayer war der Sohn des besoldeten Gemeinderats Eugen Stockmayer (1850–1908).
Er besuchte das Gymnasium und studierte anschließend von 1901 bis 1906 Rechts- und Regiminalwissenschaften in Tübingen. Seit dem Studium war er Mitglied der Studentenverbindung Luginsland Tübingen. 1906 legte er die erste und 1908 die zweite höhere Justizdienstprüfung ab.
1908 trat Stockmayer in die württembergische Innenverwaltung ein. Während des Ersten Weltkriegs leistete er von 1914 bis 1918 Kriegsdienst.
1916 wurde er zum Amtmann beim Oberamt Sulz ernannt. Nach dem Ersten Weltkrieg war er zeitweise bei den Oberämtern Blaubeuren und Heidenheim. Von 1919 bis 1924 war er am Oberamt Neckarsulm tätig. 1924 war er vorübergehend als Hilfsberichterstatter bei der Ministerialabteilung für Bezirks- und Körperschaftsverwaltung eingesetzt.
1924 übernahm er die Leitung des Oberamts Sulz als Amtsverweser. 1926 wurde er dort zum Oberamtmann und Vorstand ernannt. Seit 1928 führte er die Amtsbezeichnung Landrat.
Er wurde 1933 Mitglied der NSDAP, aus der er 1934 aus finanziellen Gründen austrat.
1934 wurde er als zweiter Beamter nach Esslingen versetzt und dort zum Regierungsrat ernannt. 1935 folgte eine Verwendung in Ludwigsburg. 1947 wurde er aus dem Dienst entlassen. 1948 wurde er erneut Regierungsrat und 1949 in den Ruhestand versetzt. 1951 erhielt er die Amtsbezeichnung Oberregierungsrat a. D.
Seine Geschwister waren unter anderem die Frauenrechtlerin Gertrud Stockmayer (1880–1963) und die Zeichenkünstlerin und Illustratorin Elsbeth Stockmayer (1885–1975). Der Augenarzt Walther Pfeilsticker (1880–1969) war sein Schwager.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stockmayer, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Landrat |
| GEBURTSDATUM | 22. Januar 1883 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |
| STERBEDATUM | 13. Juli 1965 |
| STERBEORT | Stuttgart |