Erik Christoffersen

Erik Christoffersen (* um 1307; † 1331 oder 1332 in Kiel) war der älteste Sohn des dänischen Königs Christoph II. und dessen Mitregent. Da er nicht gewählt wurde, wird er in der dänischen Geschichtsschreibung als Udvalgt konge, ungewählter König, bezeichnet.

Leben

Erik wurde um 1307 als ältester Sohn von Christoph, dem jüngeren Sohn des dänischen Königs Erik V. Klipping, und dessen Frau Euphemia von Pommern geboren. Seine Mutter war eine Tochter von Herzog Bogislaw IV. von Pommern. Zur Zeit von Eriks Geburt regierte sein Onkel Erik VI. Menved, gegen den sein Vater mehrmals rebellierte. Nach dem Tod von Erik VI. 1319 wählte der Reichsrat Christoph zum neuen König. Im folgenden Jahr wurde der jugendliche Erik von seinem Vater zum Thronfolger ernannt und ohne Wahl am 15. August 1324 zusammen mit seinem Vater von Erzbischof Esger Juul von Lund in Vordingborg gekrönt.

Als 1326 ein von dem Holsteiner Graf Gerhard III. unterstützter Aufstand des dänischen Adels gegen König Christoph II. ausbrach, entsandte dieser Erik mit Truppen nach Seeland. Allerdings schlossen sich die Soldaten dem Aufstand an und setzten Erik auf der Burg Tårnborg, einem Krongut bei Korsør, gefangen. Während sein Vater aus Dänemark vertrieben wurde, wurde Erik ins Gefängnis nach Haderslevhus gebracht. Dort wurde er von seinem Onkel Johann III. von Holstein-Plön, dem Halbbruder seines Vaters, bewacht.

Nach drei Jahren gelang es Christoph II. mit Hilfe seines Halbbruders, wieder als König eingesetzt zu werden. Dafür musste er Johann III. den Großteil seines Landes verpfänden, den Gerhard III. bisher noch nicht beherrschte. Gerhard III. blieb der eigentliche Machthaber. Er verheiratete Erik 1330 mit seiner Schwester Elisabeth (um 1300 – vor 1340), der Witwe von Johann II. von Sachsen-Lauenburg. Diese Ehe war Teil des Vertrags, den Christoph II. mit Gerhard III. im November 1329 wegen der Freilassung seines Sohnes geschlossen hatte. Elisabeth brachte Erik eine große Mitgift ein, darüber hinaus erhielt er Nyborg als Lehen. Zwar galt er offiziell wieder als Mitkönig, verfügte aber wie sein Vater über keinerlei Macht.

Im folgenden Jahr versuchten Erik und Christoph II. zusammen mit Johann III., sich aus der Abhängigkeit von Gerhard III. zu lösen. Erik verstieß seine Ehefrau, mit der er keine Kinder hatte. Ende November 1331 wurde er in einer Schlacht gegen Gerhard III. in der Nähe des Danewerks schwer verletzt. Ihm gelang zwar die Flucht, doch starb er wenig später in Kiel. Sein Vater Christoph II. wurde von Gerhard III. gefangen genommen, aber von Johann III. ausgelöst und gelangte wieder auf den Thron, blieb aber bis zu seinem Tod im August 1332 machtlos.

Eriks Begräbnisort wird unterschiedlich überliefert. Einerseits wird angenommen, dass er in der Ringsteder Kirche, der Grablege der dänischen Könige von Waldemar I. bis Erik VI., beigesetzt sei, wie auch auf einer Tafel in der Kirche verzeichnet ist. Es ist aber weder ein Grabstein vorhanden, noch wurde ein Grab gefunden. Nach anderen Angaben ist er wie sein Vater in der Kirche des Klosters Sorø beigesetzt. Auch dort hat sich kein Grab erhalten.

Literatur

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Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Stefan Pajung / Esben Albrectsen: Erik (Udvalgt konge). In: lex.dk. 3. Oktober 2024, abgerufen am 11. Mai 2026 (dänisch).
  2. ↑ Johannes C. H. R. Steenstrup: Erik, o.1307–1332, udvalgt Konge. In: Dansk biografisk Lexikon. Band 4, 1890, S. 554 (dänisch, runeberg.org).
Personendaten
NAME Erik Christoffersen
KURZBESCHREIBUNG Sohn des dänischen Königs Christoph II. und dessen Mitregent
GEBURTSDATUM um 1307
STERBEDATUM 1331 oder 1332
STERBEORT Kiel