Erika Kickton

Erika Kickton (* 21. Mai 1896 in Berlin-Schöneberg; † 28. September 1967 in Wiesbaden) war eine deutsche Journalistin, Musikwissenschaftlerin und Komponistin.

Leben

Erika Kickton wurde in Berlin als Tochter des Kirchenbauers Arthur Kickton geboren. Sie studierte u. a. Kunstgewerbe in Potsdam, Weimar und Berlin sowie Musik und Komposition bei Otto Becker und Wilhelm Klatte in Berlin. Von 1921 bis 1927 leitete sie ein Musikseminar in Potsdam und war Musikreferentin der Potsdamer Tageszeitung.

Sie übersiedelte 1927 in die Schweiz und lebte in den späten 1920er- und 1930er-Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Locarno-Monti. In ihrem Werk Charakterkunde thematisierte sie kurz den „Edelkommunismus“ auf dem Locarno benachbarten Monte Verità. 1942 hatte sie ihren Wohnsitz in Potsdam-Neubabelsberg. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie wegen der Verweigerung des Hitlergrußes für zwei Wochen inhaftiert.

1947 promovierte sie mit der Dissertation Das Problem der Konsonanz zum Dr. phil. 1963 lehrte sie Charakterkunde an der Universität Frankfurt am Main.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Tobias Bröker: Erika Kickton auf rare-manuscripts (englisch)
  2. 1 2 3 Kickton, Erika. In: Wilhelm Kosch, Lutz Hagestedt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 27. De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045298-3.
  3. 1 2 Kickton, Erika. In: Erich H. Müller (Hrsg.): Deutsches Musiker-Lexikon. Limpert, Dresden 1929.
  4. 1 2 Claims Resolution Tribunal: In re Holocaust Victim Assets Litigation. 19. November 2003, Aktenzeichen: CV96-4849, abgerufen am 20. Februar 2026.
  5. ↑ Charakterkunde. Verlag Bernard & Graefe. Berlin. 1958.
  6. ↑ Personen- und Vorlesungsverzeichnis der Universität Frankfurt am Main – 1963.
Personendaten
NAME Kickton, Erika
KURZBESCHREIBUNG deutsche Journalistin, Musikwissenschaftlerin und Komponistin
GEBURTSDATUM 21. Mai 1896
GEBURTSORT Schöneberg
STERBEDATUM 28. September 1967
STERBEORT Wiesbaden