Erika Lojen (geborene Heinz, * 19. September 1938 in Graz) ist eine österreichische Architektin.
Erika Lojen maturierte am BRG Lichtenfels und absolvierte im Anschluss einen Abiturientenkurs der HAK Graz. Sie studierte Architektur an der Technischen Hochschule in Graz und diplomierte 1963. Nach dem Studium arbeitete sie im Büro von Hermann Staar vorwiegend an Schulprojekten. Sie nutzte 1964 die Möglichkeit der Teilnahme am österreichweiten Wettbewerb Schulzentrum Taborschule Steyr und gewann diesen mit ihrem Entwurf. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Gerhard Lojen und zwei weiteren Mitarbeitern arbeitete sie bis 1967/1968 an der Ausführung der zwei Volks- und zwei Hauptschulen.
1969 legte sie die Ziviltechnikerprüfung ab und gründete mit ihrem Gatten das Architekturbüro Lojen Lojen. Sie realisierten vorwiegend öffentliche Bauten wie Schulgebäude, Kindergärten, Gemeindebauten, Wohnbauten und Privataufträge wie Bankfilialen, Geschäftsgestaltungen und Einfamilienhäuser.
Lojen war von 1965 bis 1977 Mitglied der Grazer Sezession, 1977 gründete sie mit ihrem Mann und sieben weiteren Künstlern und Künstlerinnen die Gruppe 77. Sowohl alleine als auch mit der Gruppe 77 beteiligte sie sich an Kunst-am-Bau-Projekten und konnte unter anderem zwei Bundeswettbewerbe gewinnen. Ihre künstlerische Tätigkeit umfasst Fotoarbeiten, Außenraumgestaltungen und zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Ihr Mann übernahm 1987 die Leitung der Meisterschule für Malerei der Grazer Ortweinschule. Erika Lojen führte das Büro mit mehreren Mitarbeitern bis zu ihrer Pensionierung 2005 weiter. Sie übernahm auch die Weiterführung der Raumplanung für 16 steirische Gemeinden und wurde in die Grazer Altstadtkommission berufen. Für die Ziviltechnikerkammer arbeitete sie von 1990 bis 2006 im Disziplinarausschuss.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lojen, Erika |
| ALTERNATIVNAMEN | Heinz, Erika (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Architektin |
| GEBURTSDATUM | 19. September 1938 |
| GEBURTSORT | Graz |